Klietz l Eine nagelneue selbstfahrende Arbeitsbühne steht derzeit auf dem Parkett der Klietzer Turnhalle. Oben stehen zwei Elektriker der örtlichen Firma Dressler Elektroanlagenbau, welche von der Gemeinde mit der Arbeit betraut wurde.

Die alten Leuchtstoffröhren an der Hallendecke wurden in der Vorwoche zusammen mit den alten Aluleitungen abmontiert, letztere wurden nun durch Kupferkabel ersetzt. Unten montieren weitere Elektriker die modernen LED-Lampen zusammen, welche dann an der Decke angebracht werden. Die moderne Leuchttechnik ist weitaus sparsamer als die Leuchtstoffröhren, mit je 13.000 Lumen sind die LED dennoch sehr hell.

Arbeitsbühne erleichtert Arbeit

Die Arbeitsbühne wurde von der Firma angeschafft, weil noch weitere Sporthallen saniert werden. Auf einem herkömmlichen Baugerüst hätten die Elektriker die alten schweren Lampen auch gar nicht heruntertragen können. Weil die Arbeiten Platz beanspruchen, wurde die Halle zwei Wochen lang gesperrt – es sind ohnehin gerade Herbstferien. In der kommenden Woche ist die Halle wieder nutzbar – allerdings eingeschränkt.

Denn auch der Umkleide- und Sanitärbereich der Mädchen wird komplett saniert. Der Jungen-Trakt wurde bereits vor einigen Jahren umfassend modernisiert, denn seit der Eröffnung der Halle im Jahre 1979 war dort nichts mehr geschehen. Entsprechend übel sah er aus – eine Sanierung war auch beim zweiten Trakt dringend nötig. Schon einige Jahre hatte die Gemeinde das Vorhaben auf ihrer Agenda, doch scheiterte dies an den fehlenden Finanzen.

Fördergeld aus zwei Töpfen

Jetzt gibt es dafür Fördermittel – und zwar aus zwei Töpfen. Für den Umbau des Sozialtraktes, wozu auch eine Neuordnung der Funktionen der Räume gehört, gab es Geld aus dem Budget zur Förderung der ländlichen Räume nach der RELE-Richtlinie. Und aus dem Stark-III-Plus-Programm floss das Geld für die energetische Sanierung der Sportstätte.

Wer nach der Sanierung die Halle betreten wird, dem wird sich ein ungewohnter Anblick bieten – er kann nämlich gleich den Hallenbereich erblicken. Geplant ist die Fertigstellung übrigens am 31. Januar kommenden Jahres.

Weil der Kraftsportraum ausgelagert wird, bietet sich in der Halle mehr Platz, so dass die Zuschauer nicht mehr unmittelbar neben dem Spielfeld sitzen müssen. Auch Fußboden und Decke der Halle werden gedämmt, das Lichtband und die Außentür werden ebenfalls erneuert, zudem gibt es eine neue Heizung.

Die Kraftsportler vom SV Preußen müssen sich derweil noch etwas gedulden. Denn die Gemeinde hat auch Fördergeld für einen Anbau extra für diese Sportart beantragt. Die Eigenmittel stehen auch schon bereit. Derweil nutzen die Kraftsportler zwei Räume im einstigen Hort.