Hohengöhren l Zu den vielen Baustellen, an denen derzeit Flutschäden vom Fischbecker Deichbruch beseitigt werden, zählt auch ein Brückenbau nahe Hohengöhren. Hier floss der Land- und Weidegraben früher durch ein großes Rohr, was bei der Flutkatastrophe arg gelitten hatte.

Weil das Bauwerk zum einen über einen Hauptvorfluter führt und laut Hochwasserschutzvorgabe auch ein hundertjähriges Hochwasser abführen muss sowie zum anderen auch eine Querung für den Fischotter vorgeschrieben ist, ersetzt nun eine Brücke den einstigen Rohrdurchlass. Diese entstand mit einem Stahlbetonrahmen in Ortbetonbauweise, der Beton wurde also vor Ort gegossen. Der Graben hat nun eine Durchflussweite von vier Metern, die Stützweite der Brücke beträgt 4,45 Meter. Zwischen den Geländern der Brücke ist 5,5 Meter Platz. Veranschlagt wurden für das Bauwerk, welches eine Firma aus Perleberg errichtet, etwas über 300.000 Euro. Die Arbeiten sind etwas in Verzug.

Auch Weg wird noch saniert

Der Storkauer Weg, welcher 2013 ebenfalls überflutet wurde, soll später ab der Anbindung an die Bundesstraße eine Betonfahrbahn erhalten, informierte Bauamtsleiter Ulf Wabbel auf Nachfrage.

Aktuell werden noch Flutschäden in Neuermark-Lübars, in Kamern und um Sydow abgearbeitet, seit kurzem werden zudem Bäume um Schönhausen und Wust-Fischbeck angepflanzt. Zudem begann bei Scharlibbe der Wegebau.

Der Amtsleiter schätzt, dass aktuell zwischen 65 und 70 Prozent der Flutschäden in der Verbandsgemeinde abgearbeitet oder im Bau sind. Etwa 30 Millionen Euro stehen im Flutschadensfonds des Staates noch zur Verfügung.