Carport am Gerätehaus

Schönhauser Feuerwehrmänner sind auch gute Zimmerer

Dass sie auch gute Zimmerer sind, beweisen die Schönhauser Kameraden gerade: Sie bauen unter Federführung des Fördervereins ein Carport am Gerätehaus.

Von Anke Schleusner-Reinfeldt
Kleines Richtfest! Nachdem das Carport steht und nur noch das Dach fehlt, haben Jens  Heinze (oben), Wehrleiter René Köhler (auf der Leiter hinten) sowie  Jan Darmann,   Jens Fünfarek und Mario Pultermann (nicht im Bild) die Richtkrone  gesetzt.
Kleines Richtfest! Nachdem das Carport steht und nur noch das Dach fehlt, haben Jens Heinze (oben), Wehrleiter René Köhler (auf der Leiter hinten) sowie Jan Darmann, Jens Fünfarek und Mario Pultermann (nicht im Bild) die Richtkrone gesetzt. Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

Schönhausen - Den überdachten Platz braucht der Förderverein der Wehr für die Unterstellung der Gulaschkanone. Noch ist ihr Domizil der Bauhof, aber sie soll künftig direkt am Gerätehaus stehen. Die 45 Quadratmeter große Überdachung hinter dem Gebäude bietet natürlich noch mehr Platz, „was wir hier unterstellen, sehen wir, wenn alles fertig ist“, sagt Wehrleiter René Köhler. Er ist dem Förderverein mit dem Vorsitzenden Jens Fünfarek an der Spitze dankbar für die erneute Unterstützung. Denn das Material vor das Carport schlägt mit rund 1000 Euro zubuche. Das Aufstellen haben Mitglieder des Vereins und Kameraden – zumeist in Doppelfunktion – übernommen. Am kommenden Sonnabend wird dann final das Dach aufgebracht.

Finanziert hat der Förderverein die Ausgaben zum größten Teil über die Spenden, die zum Jahreswechsel nach einem Aufruf des Vereins von Dorfbewohnern auf dem Konto eingegangen waren. Aufgefüllt wird das Konto demnächst auch mit dem Geld von der Schrottsammlung.Wohl erst wieder aktiv zum NikolausmarktWeitere Einnahmen wird der Förderverein dann wohl erst wieder machen, wenn die Gemeinde den Nikolausmarkt organisieren sollte – dazu bleibt die Entwicklung der Corona-Situation abzuwarten. Ausgefallen sind auch dieses Jahr wie schon 2020 das Osterfeuer und der Tag der offenen Tür, bei dem der Förderverein durch den Verkauf von Getränken und Gegrilltem die Kasse hätte aufbessern können.

Fünf neue Mitglieder

Der Wehrleiter freut sich nicht nur über das Carport, sondern auch über erneut weitere Mitglieder. Nachdem bereits Ende letzten Jahres neue Kameraden aufgenommen worden sind, ist der Stamm nun angewachsen um John Ehlert und Timo Pultermann, die von der Jugendwehr in die Reihen der Aktiven wechselten. Dazu kommen Michael Kurze, Evelyn Lüer und Jenny Klinger. Sie alle müssen die Ausbildung zum/zur Truppmann/frau noch absolvieren. Der Lehrgang in Fischbeck startet, sobald die Corona-Regeln es erlauben. Insgesamt hat Schönhausen dafür sechs Teilnehmer angemeldet. Von den Neuen aus dem vergangenen Jahr müssen nicht alle mitmachen, weil sie durch ihre Mitgliedschaft in anderen Wehren die Ausbildung bereits haben. „Ich bin sehr froh über die Entwicklung der Mitgliederzahlen“, zeigt sich René Köhler zufrieden. Er hofft, dass die derzeit noch kleinen Gruppen bei den Dienstabenden bald Geschichte sind und wieder alle Kameraden mittwochs gleichzeitig zur Ausbildung kommen können.

Bulli versteigert

Und er hofft auch, dass die Verbandsgemeinde in die Risikoanalyse und die damit verbundene Technik-Anschaffung baldmöglichst einen neuen Bulli aufnimmt, den die Schönhauser für die Fahrt zu Einsätzen und auch den Transport der Kinder und Jugendlichen benötigt. Denn der alte, der nicht mehr zu reparieren und längere Zeit nicht einsatzbereit war, wird gerade von der Verbandsgemeinde als Träger der Feuerwehren versteigert. Drei Angebote lagen zur Angebotseröffnung am Montag im Amt vor, der höchstbietende erhält den Zuschlag. Für dieses Jahr ist der Bulli in der Bedarfsplanung nicht vorgesehen. Diese Planung muss vom Verbandsgemeinderat noch beraten und beschlossen werden.