Klietz l Von den Auswirkungen der Corona-Krise war als erstes vor allem der Tourismusbereich betroffen. Auch das Schullandheim in Klietz verdient sein Geld mit Übernachtungen, vor allem von Schulklassen. Doch sind seit einiger Zeit nicht nur bundesweit alle Schulen geschlossen, sondern auch alle Klassenfahrten abgesagt – und wann es damit wieder weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen.

Das Schullandheim ist vom Betreiber, der Gemeinde Klietz, vorerst bis zum Ostermontag, 13. April, geschlossen worden. Die Angestellten nutzten die Zeit unter anderem, um eine Grundreinigung vorzunehmen oder die Außenanlagen in Schuss zu halten.

Ahorn und Linde gepflanzt

Stefan Kertz, der pädagogische Heimleiter, war jetzt am Rande des Sportplatzes anzutreffen, wo er mehrere Baumsetzlinge in die Erde brachte. Eine Linde wurde umgesetzt, hinzu kamen zehn etwas über einen Meter große Winterlinden und zwei Spitzahorne. Die Setzlinge hatte Joachim Steinborn gespendet.

„Diese Bäume wurden als Ersatz für die auf dem Sportplatz gefällte kranke Pappel gepflanzt“, erklärte Stefan Kertz. Dass sie ausgerechnet an dieser Stelle stehen, hat seinen Grund: In der Nähe soll auch noch ein Insektenhotel aufgestellt werden, die Bäume würden dann Nahrung bieten.

Radeln mit GPS-Tracker

Ein weiteres neues Projekt kann jetzt ebenfalls abgearbeitet werden: Da das Schullandheim im Vorjahr einen kompletten Satz neue Fahrräder bekommen hatte, sollen ab der neuen Saison – wann immer sie letztendlich beginnt – für die Radler GPS-geführte Touren angeboten werden. Unter anderem auf dem Naturlehrpfad um den großen See, aber auch hinunter zur Elbe, zum Kloster nach Jerichow oder zum Haus der Flüsse nach Havelberg.

Für das satellitengestützte „Globale Positionsbestimmungssystem“, wie das Kürzel GPS in voller Länge heißt, können die Gäste des Heimes auf drei sogenannte GPS-Tracker zurückgreifen. Die etwa wie ein Handy großen Geräte zeigen auf den Meter genau an, wo sich der Benutzer gerade befindet. Dazu werden jetzt von Stefan Kertz bestimmte markante Punkte – wie zum Beispiel Sitzgruppen – in das neue System eingegeben. Weshalb er die Strecken alle selbst abfahren muss.

Die Arbeit geht ihm jedenfalls vorerst nicht aus: „Unter anderem muss unser Zaun noch repariert werden und auch an der Bockwindmühle gibt es noch einiges zu erledigen...“