Havelberg l Zu ungewöhnlicher Stunde, am späten Nachmittag und frühen Abend, herrschte am Mittwoch noch ordentlich Betrieb im Havelberger Schulzentrum. Der Standort des Diesterweg-Gymnasiums Tangermünde-Havelberg, die Sekundarschule „Am Weinberg“ und die Kreismusikschule „Ferdinand Vogel“ hatten zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Es ist schon zur Tradition geworden, dass Kathrin Klara für die Sekundarschule und Volker Woltersdorf für das Gymnasium alle Gäste in der Aula des Schulzentrums begrüßen und ihnen zunächst in einem virtuellen Rundgang die Schulgebäude vom Kellergeschoss bis zur obersten Etage vorstellen. So war es auch am Mittwoch wieder, bevor sich dann jeder selbst im Schulzentrum umschauen konnte.

Viele junge Besucher

Fast die Hälfte der Besucher war noch sehr jungen Alters: nämlich zwischen 9 und 11 Jahren. Dabei handelte es sich um Mädchen und Jungen, die derzeit in die 4. Klassen der Grundschulen in Klietz, Sandau und Havelberg gehen. Denn sie müssen im Sommer, ihre Versetzung vorausgesetzt, in die 5. Klasse einer weiterführenden Schule wechseln: ins Gymnasium oder in die Sekundarschule nach Havelberg. Der Tag der offenen Tür dient deshalb in jedem Jahr dazu, sie und ihre Eltern mit den Örtlichkeiten, mit den künftigen Lehrerinnen und Lehrern und vor allen Dingen natürlich mit den schulischen und außerschulischen Angeboten vertraut zu machen. Was den Erwachsenen und ihren Kindern die Schullaufbahnentscheidung erleichtern soll.

Paul möchte zum Gymnasium

„Für mich steht fest, dass ich ans Gymnasium wechseln werde“, erklärt Paul Bork, ein Viertklässler aus der Havelberger Grundschule. „Das traue ich mir zu.“ Vor allem freut er sich auf Geschichte, Französisch und Sport. „Und auf das Schülerinstitut. Das war nämlich sehr interessant, als wir vor kurzem mit der ganzen Klasse dorthin eingeladen worden sind.“

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Interesse fürs Schülerinstitut

Technisch interessiert ist auch Oskar Maas (9) aus Warnau, der in die 4. Klasse der Grundschule Sandau geht. Er freut sich auf das Fach Physik und möchte in der Musikschule gerne Unterricht am Schlagzeug nehmen. Mitglied im Schülerinstitut beabsichtigt er ebenfalls zu werden: „Ich bastele leidenschaftlich gern mit Legosteinen herum.“

Schüler helfen fleißig

Christiane Kowalkowski, Klassenlehrerin der Klasse 5.1 am Gymnasium, freut sich, dass die in ihrem Geschichtskabinett ausgestellten Schülerarbeiten von recht vielen Besuchern aufmerksam in Augenschein genommen worden sind. Und sie ist außerdem dankbar dafür, „dass gleich zehn Mädchen und Jungen aus meiner Klasse freiwillig dazu bereit gewesen sind, zum Tag der offenen Tür hier fleißig zu helfen“. Immerhin sei das die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 5.1. Jonna Klein und Samantha Kloske gehören zu den Helferinnen. Sie sind mit Farbe und Pinsel dabei, eine Pyramide fertig zu gestalten. Wie das erste Schulhalbjahr für die beiden Mädchen bisher gelaufen ist? Es sei nicht einfach am Gymnasium, geben sie zu verstehen. Aber sie hätten den Willen, hier gut zu bestehen. Und natürlich gäbe es auch viele Dinge, die Spaß machen würden. „Zum Beispiel der Tag der offenen Tür heute, wo wir Schülerarbeiten von uns präsentieren können“, sagt Jonna mit einem Lächeln.

Mit der Schwester in einer Schule

Kleine Knobeleien für die angehenden Fünftklässler – und auch für etwas ältere Schüler – sind im Mathekabinett der Sekundarschule vorbereitet worden. Emely Lenz aus der Havelberger Grundschule macht es Spaß, sich dabei auszuprobieren. Sie wird ab dem Schuljahr 2020/2021 an der Sekundarschule lernen. „Dann kann ich mit meiner größeren Schwester jeden Tag gemeinsam zur Schule gehen“, erzählt sie. „Da freue ich mich drauf.“ Die größere Schwester heißt übrigens Emma und geht dann in die 8. Klasse. Was sie in der Schule gerne macht? „Mathematik, Musik, Sport, Englisch“, zählt sie auf. Alles Fächer, die sie bereits kennt. Aber in der 5. Klasse wird auch einiges Neues auf sie zukommen. „Da lasse ich mich überraschen“, meint Emely.

Ausstellungen und Experimente

Beide Schulen hatten sich größtmögliche Mühe gegeben, ein breites Spektrum ihrer schulischen und auch außerschulischen Arbeit zu präsentieren. So wurde den Besuchern ein Blick in fast alle Fachunterrichts- und Unterrichtsräume ermöglicht. In einer ganzen Reihe davon waren Ausstellungen oder Experimente zu sehen. Und in der Cafeteria konnte man zwischendurch ein Päuschen einlegen.