Scharlibbe (al) l Am Wochenende hatte Ute Panther von der Scharlibber Agrargenossenschaft noch befürchtet, dass mit dem Auftreten der Schweinepest in Deutschland die Preise in den Keller rauschen werden – am Montagmorgen (14. September) war diese Ahnung schon bittere Realität.

Gab es für ein Ferkel, das gut zehn Wochen in den Scharlibber Ställen aufgezogen worden ist, bislang noch 39 Euro, so ist der Preis um zwölf Euro auf magere 27 Euro gefallen. "Dass es gleich so ein Preissturz auf ein historisches Tief sein wird, ist kaum zu glauben", sagt Panther.

"Mit jedem Ferkel, das wir verkaufen, geben wir nun quasi 15 bis 20 Euro mit. Diesen Verlust müssen wir durch andere Betriebszweige irgendwie versuchen auszugleichen. Die Biogasanlage ist zum Glück kaum Schwankungen unterlegen und die Ernte 2020 ist auch nicht so schlecht wie befürchtet ausgefallen. Wir werden bei den Ausgaben ganz genau überlegen und nötige Reparaturen auch erst einmal nur notdürftig ausführen", erklärt die Frau von der Genossenschaft.