Havelberg l Im Wechsel arbeiten die Horterzieherinnen die Wochenpläne aus und greifen dabei gerne auf die beliebtesten Dinge aus den Vorjahren zurück, um die Kinder glücklich zu machen. Das laute Lachen sowie die hellen und fröhlichen Kinderstimmen sind am frühen Morgen schon am Havelberger Eichenwald, der an den Spielplatz des Hortes grenzt, zu hören. Auf dem Spielplatz treffen sich die Hortkinder, bevor es dann zum gemeinsamen Frühstück in den Speiseraum geht.

Uralte Kinderspiele

Im Flur der Einrichtung ist der Wochenplan ausgehangen, und so können sich die Kinder auf die aktuellen Erlebnisse vorbereiten. In der ersten Woche hatte Horterzieherin Doreen Plaue den Plan erstellt und das „Zepter“ in der Hand. Unterstützt wurde sie von ihren Kolleginnen Rita Lehmann und Heike Martins. Unter der Überschrift: „Zeitreise – Lasst uns gemeinsam in vergangene Zeiten eintauchen“, begann die Woche mit uralten Kinderspielen aus fast vergessenen Zeiten. Und da waren einige Spiele dabei, die den Kindern auch heute noch viel Spaß bereiten.

Kamernsche Berge in Sicht

Am Dienstag hatte sich der Besuch einer sehr alten Sagengestalt aus unserer Gegend angekündigt, und die Ferienkinder konnten erfreut Frau Harke, alias Ans Briesenick aus Molkenberg, begrüßen. Bei einer kleinen Wanderung in die nähere Umgebung erzählte Frau Harke den Kindern die Sage, und von einer Lichtung aus, die sich im Gebüsch der Pestalozzistraße befindet, waren bei dem schönen Wetter sogar die Kamernschen Berge zu sehen.

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Steine flogen in Richtung Dom

Die Wanderung führte dann vom „Lug ins Land“ hinunter zum Weinberg. Unterhalb lag ein großer Felsen, der bei Frau Harke Erinnerungen weckte. Die Kinder setzten sich rund­herum um den großen Stein und erfuhren dann, dass Frau Harke, der Sage nach, vor Wut damals solche Steine in Richtung Havelberger Dom geschleudert hatte. Mit viel Applaus verabschiedeten die Schüler den sagenhaften Besuch.

Einblicke in die Vergangenheit

Am Folgetag stand eigentlich ein Geländespiel auf dem Plan, aber witterungsbedingt gab es eine Änderung und die Hortkinder gingen in das Erlebnisbad, um sich zu erfrischen. Das haben die Menschen im Mittelalter, und auch noch früher, schon gemacht. Aber sie hatten damals andere Kleidung beim Baden an. Und um Kleidung aus der Vergangenheit ging es dann auch am Donnerstag beim Besuch im Prignitz-Museum. Hier erfuhren die Kinder von der Leiterin Antje Reichel und ihrer Mitarbeiterin Sabine Ball so einiges über die Menschen, die früher im Dom und in Havelberg gelebt hatten. Von deren Kleidung durften sie auch einige Kleidungsstücke anziehen. „Das ist ja komisch, darin würde ich mich nicht wohl fühlen“, stellte Jette fest. Aber auch dieser Tag hat den Hortkindern wieder viel Freude bereitet und die Woche klang mit einem mittelalterlichen Spektakel aus. Dazu hatten sich zahlreiche Kinder verkleidet und genossen das kleine Fest.

Liedermacher ist zu Gast

In dieser Woche führt Silke Fromm durch das Wochenprogramm, und der Leiter des Schulhortes, Sebastian Bergande, verriet schon den nächsten Höhepunkt: „Am Mittwoch, 11. Juli, haben wir den Liedermacher Michael Günther aus Weimar zu Gast. Er feiert mit den Kindern ein Piratenfest, berichtet von seinen Abenteuern, singt lustige Seemannslieder und tanzt auch mit den Kindern. Für die Mutigsten unter ihnen gibt es eine original Totenkopf-Tätowierung auf die Hand.“