Garz l Immerhin zwölf Mannschaften mit je vier Startern hatten sich am Vormittag zum Gaudiwettkampf des von Alfred Hagen geleiteten Feuerwehrvereins eingefunden. Die Gastgeber aus Garz stellten zwei Mannschaften, ebenso die Wehren aus Havelberg und Kuhlhausen sowie die Opelfreunde aus der Domstadt. Mit dabei war neben Wehren aus Wulkau und Schönfeld auch eine Familie aus Wolfenbüttel, welche in der Havelortschaft Urlaub machte.

Sommerfest fordert Teamarbeit

Jedes Team musste zuerst getrennt an den Start: Jeweils zwei Starter schlüpften in die Doppelgleitbretter, ein Duo hatte dabei Eimer mit Wasser in der Hand. Damit war eine Kübelspritze zu befüllen, welche zum Löschen eines „brennenden“ Hauses benötigt wurde. Das andere Duo musste ein Fass rollen und im Anschluss Nägel in Sektflaschen einführen – wobei die Stahlstifte an einem alten Feuerwehrhelm sowie an einem Gurt befestigt waren.

War alles erfolgreich erledigt, musste im Team ein Lauf auf Bierkästen absolviert werden. Erst als der letzte Bierkasten vor dem rot-weißen Kegel verschwunden war, stoppte Martin Schröder die Zeit. Das meiste Geschick bewiesen die Havelberger Opelfreunde, beide Teams landeten auf den vordersten Plätzen.

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Teil zwei des Sommerfestes folgte am Nachmittag auf dem Festplatz, welcher vor vier Wochen noch unbegrünt gewesen war. Denn hier waren die von einem Bagger aus dem Hafen gespülten Sedimente in einem großen Becken aufgefangen worden. Jetzt zeigte sich der Platz nicht nur wieder grün sondern sogar ebener als zuvor.

Slushi für Garz

Unter Federführung des Ortsvereins war fürs Garzer Sommerfest wieder allerhand aufgeboten worden. Der rührige Verein selbst hatte sich aus dem Hafenhotel in Havelberg Eis geholt, was regen Absatz fand. Ein süßes Kaltgetränk namens Slushi wurde hier sogar selbst hergestellt.

Die Jagdgenossenschaft um Wilhelm Schröder lud zum Preiskegeln ein – wozu bei der arg unebenen Holzbohlenbahn auch etwas Glück nötig war. Die Jägerschaft hatte die drei Preise für den Schießwettkampf am Wagen der Klietzer Schützen gespendet, die Sieger bei den Männern, Frauen und dem Nachwuchs konnten Wildbret mit nach Hause nehmen.

Zum Teebeutel- sowie zum Hammerzielwerfen lud der erst vor kurzem gegründete Feuerwehrverein um Ex-Wehrleiter Alfred Hagen ein. Damit die kleinen Beutel etwas mehr Fluggewicht bekamen, wurden sie vorab kurz ins Wasser getaucht. Etwas schwieriger war es beim Hammerzielwurf, wobei ein geworfener Zimmermannshammer mit seiner spitzen Seite in einer Holzscheibe stecken bleiben musste – je kleiner diese war, um so mehr Punkte gab es.

Etwas Geschick war auch beim Büchsenwerfen vonnöten, hierzu spendierte der Ortsverein die kleinen Preise. Nebenan hatte Edelgard Latuske vom Jugendzentrum-Förderverein aus Havelberg ihren Stand aufgebaut, sie lud zum Glasfräsen ein. Sportlich ging es auch beim Torwandschießen zu, Fußballer Sven Ahlendorf aus dem Nachbarort Warnau siegte mit immerhin drei Treffern. Stärken konnten sich die Gäste unter anderem beim Kuchenbasar, knapp 30 Backwerke standen hier zur Auswahl.

Band musste wegen Erkrankung absagen

Hoch her ging es dann am Abend bei der Nagelstaffel, welche von Hans-Joachim Ganzer, Herbert Lippstreu und Joachim Köpke vom Nagelverein ausgerichtet worden war. Zuerst war eine Hürde in Form einer Bierbank zu nehmen, dann wurde der Nagel im Holz versenkt, zuletzt musste noch ein Wasserglas geleert werden. Zwei Mannschaften mit jeweils zehn Startern hatten daran teilgenommen. Das Sommerfest klang mit einer Disko aus, die angekündigte Liveband musste wegen Erkrankung leider absagen.