Wust l Die Sonne flimmert über den Rasen. Die 30-Grad-Marke auf dem Thermometer ist längst geknackt. Lautes Klatschen und hunderte Rufe schallen über den Wuster Sportplatz. Kinder und Erwachsene in roter oder blauer Kleidung feuern ihr Team an. Die Hitze hindert die Sommerschul-Teilnehmer und Dozenten nicht daran, 100 Prozent zu geben. Denn es ist mal wieder Zeit für den „Color War“. Der „Farbenkrieg“ ist mittlerweile zu einer Tradition geworden, auf die sich alle freuen. Er findet am ersten Freitag eines jeden Durchgangs statt. Dafür werden die Teilnehmer und Dozenten in Team „Blau“ und Team „Rot“ eingeteilt. Bereits im Unterricht am Morgen wird an einfallsreichen Gesängen für das eigene Team gebastelt, die dann später zum Besten gegeben werden. Die Kreativität der erfundenen Schlachtrufe ist die erste Kategorie, bei der die Teams Punkte einholen können. Danach folgen spielerische Wettkämpfe, die einiges an Geschick erfordern. So zum Beispiel der sogenannte „Menschenknoten“, bei dem sich ein größerer Kreis an Mitstreitern voneinander entknoten muss. Tauziehen, Eierlauf und Limbo dürfen nicht fehlen.

Damit niemand bei den Temperaturen umkippt, werden immer wieder Trinkpausen eingelegt. Darauf ist die Sommerschule bestens vorbereitet: ein neuer großer Trinkwasser-Spender wurde aufgestellt, der dafür sorgt, dass keiner der Camper dehydriert. Das ist nur eine der zahlreichen Maßnahmen, die der Vorstand zusammen mit Sprachleiter Nigel Caplan und seinem Dozententeam getroffen haben, um der Hitze entgegenzuwirken. Tagsüber finden die Workshops möglichst drinnen statt. Die Sportkurse haben die Dozenten auf den frühen Abend verlegt und auch hier wird strengstens auf die Trinkpausen geachtet.

Besonders beliebt sind die kleinen Pools auf dem Sportplatz, in die jeder, der eine Abkühlung braucht, hineinhüpfen kann. Die kleinen blauen Becken waren auch das Highlight des „Color Wars“, der immer in einer Wasserbomben-Schlacht endet. Wer nicht genug getroffen wurde, wird noch einmal in den Pool befördert.

Die gute Stimmung auf dem Sportplatz lässt sich nicht unterkriegen. Nicht vom Dauerregen, den es schon gab, und auch nicht von den rekordverdächtigen Hochtemperaturen. Heute startet die vierte und damit letzte Sommerschulwoche.