Havelberg l Wie barrierefrei ist es auf der Havelberger Altstadt und im Haus der Flüsse? Ein Thema, mit dem sich der Projekttag zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am Dienstag am Erlebnispä­dagogischen Centrum (ELCH) in Havelberg beschäftigte.

Über hundert Gäste

Zu der von der „Aktion Mensch“ geförderten Veranstaltung hatte das ELCH gemeinsam mit dem Blaue-Herzen-Verein und der Stadt Havelberg eingeladen; Bürgermeister Bernd Poloski ließ es sich nicht nehmen, die zahlreichen Besucher selbst zu begrüßen. Interessenten aus dem Wohnheim der Elbe-Havel-Werkstätten in der Genthiner Straße, aus dem DRK-Heim „Julianenhof“, aus der Förderschule „Am Lindenweg“, aus den beiden Kindertagesstätten der Stadt – diese waren jeweils mit den angehenden Abc-Schützen erschienen –, Bewohner des Evangelischen Seniorenzentrums und einige andere Interessierte waren der Einladung für den Vormittag nachgekommen. Insgesamt über 100 kleine und große Leute. Nach einer kurzen „Erwärmung“ zu flotter Musik mit dem Blauen Herzen bildeten die Teilnehmer dann mehrere Gruppen, die, jede für sich, die Barrierefreiheit in der Stadt untersuchten.

Besuch in einem Café

Unter anderem war ein Café an der Fischerstraße das Ziel. Wenn bei diesem die Eingangstür offen steht, haben Rollstuhlfahrer Probleme, auf dem Gehweg an dieser vorbei zu kommen, stellte die Gruppe aus der Förderschule fest. In dem alten Haus ist es für „Rollis“ zudem nicht einfach, durch die engen Türein- und ausgänge zu gelangen. Das Personal ist in solchem Fall aber sehr hilfsbereit. Eine Behindertentoilette gibt es hier allerdings nicht. Alle festgestellten Mängel, aber auch das Positive, wurden schriftlich festgehalten und werden noch ausgewertet.

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Viel Spaß am Nachmittag

Für Spaß und gute Laune war dann nach dem Mittagessen mit Kapitän Blaubeere, Heiko Kurze und dem Blauen Herzen sowie bei Gymnastik mit dem Roboter SIT aus dem Schülerinstitut SITI und bei Kinderspielen gesorgt.