Havelberg/Verden l Der 3. Oktober ist seit 30 Jahren nicht nur Tag der Deutschen Einheit, er ist seit 30 Jahren im jährlichen Wechsel auch ein Tag der Begegnung zwischen Bürgern der beiden Partnerstädte Verden und Havelberg. In diesem Jahr wäre Havelberg an der Reihe gewesen, um etwa 50 Bürger aus Verden zu empfangen und mit ihnen gemeinsam das 30-jährige Partnerschaftsjubiläum zu begehen. Doch die Corona-Pandemie machte die Pläne zunichte. Das offizielle große Treffen musste abgesagt werden.

2021 wird in Verden nachgefeiert

In einem kleinen Rahmen ist aber trotzdem an der Tradition festgehalten worden. Mit geladenen Gästen aus beiden Städten, die die Partnerschaft maßgeblich mit auf den Weg gebracht haben und die sie mit Leben erfüllen. Der frühere Verdener Bürgermeister Wolfgang Krippendorf und der ehemalige Havelberger Stadtverordnetenvorsteher Kurt Kubat zählten zum Beispiel dazu. Sie unterzeichneten 1990 zusammen mit Verdens Stadtdirektor Dirk Richter und Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski die Städtepartnerschaftsurkunde.

Insgesamt begrüßte der stellvertretende Bürgermeister André Gerdel zu dem Treffen an die 20 geladene Gäste im Festsaal des Havelberger Rathauses. „Sicherlich haben wir uns alle eine andere Festveranstaltung zum 30-jährigen Partnerschaftsjubiläum gewünscht, die dann aber hoffentlich im nächsten Jahr noch einmal gebührend nachgefeiert werden kann“, sagte er in seiner kurzen Willkommensrede. Das wäre dann 2021 in Verden der Fall, denn an dem jährlichen Rhythmus soll weiterhin festgehalten werden, auch wenn es in diesem Jahr nur eine kleine Begegnung in Havelberg gewesen ist.

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Auch Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann (SPD) ergriff kurz das Wort. „Wir haben heute die Sonne mit nach Havelberg gebracht“, freute er sich. In 30 Jahren Partnerschaft habe nicht nur Havelberg von Verden viel gelernt, „sondern wir haben uns auch von Havelberg einiges abgeguckt. Zum Beispiel ein von der Stadt betriebenes Freibad. Ganz aktuell arbeiten wir an einem ‚Blauen Band‘ an der Aller, und außerdem wollen wir demnächst mit der Renaturierung der Aller beginnen“, erklärte Lutz Brockmann.

Sein Wunsch für die Zukunft: „30 Jahre Städtepartnerschaft sind schon etwas ganz Besonderes. Dafür auch die nächsten Generationen zu begeistern, darauf kommt es nun an. Damit die Partnerschaft möglichst noch sehr lange besteht.“ Womit der Bürgermeister insbesondere die weitere Festigung der freundschaftlichen Kontakte von Bürgern beider Städte, von Vereinen, Einrichtungen oder Unternehmern ansprach.

Schiffstour in Richtung Nitzow

Auf die Teilnehmer des kleinen Treffens in Havelberg warteten dann unter anderem eine besondere Domführung und ein Schiffsausflug, „dieses Mal in anderer Richtung, nämlich nach Nitzow“, so André Gerdel. Auch zum gemeinsamen Mittag- und Abendessen hatte die Stadt Havelberg alle Gäste der diesjährigen Begegnung eingeladen.