Nitzow l Wettermäßig hatten die Nitzower ja immer Glück, aber in diesem Jahr wurde am Abend der Sonnenschirm gegen den Regenschirm getauscht. Das trübte jedoch keinesfalls die Stimmung der Haveldörfler und ihrer vielen Gäste.

Zahlreiche Gastkinder, die noch aus den „Ferienländern“ zu Besuch bei Oma und Opa sind, erfreuten sich mit den Ortsansässigen an dem bunten Treiben an der Havel. „Die Vereine und der Ortschaftsrat, aber auch die Volkssolidarität und der Jugendklub haben wieder beim Aufbau kräftig mit zugepackt und gestalten das Fest nun mit“, freute sich Ortsbürgermeister Karsten Grey.

Schausteller mit drei Wagen dabei

Neu dabei war in diesem Jahr mit drei Wagen die Schaustellerfamilie Stoll, die Mitglied im Thüringer Schausteller-Verein ist: einem Wagen mit Zuckerwatte und anderen süßen Sachen, einem mit kräftigen Speisen und, zur Unterhaltung für Groß und Klein, einem Wagen, an dem man mit Pfeilen auf Ballons werfen konnte. „Wir sind auf dem Weg zum Bootskorso nach Havelberg und haben hier einen Zwischenstopp eingelegt. Anschließend, nach der Station in Havelberg, geht es in den Salzlandkreis, zum Pflaumenkuchenmarkt nach Großmühlingen“, erzählt Holger Stoll. „Wir haben das Schaustellergeschäft von unserem Großvater übernommen, der es damals aus einer Gaststätte heraus entwickelt hat, und waren auch 45 Jahre lang auf dem Havelberger Pferdemarkt. Aber jetzt ist uns die Konkurrenz dort zu stark geworden“, bedauert er.

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Wettstreit mit Pfeil und Bogen

Das Bogenschießen des „Schützenvereins Nitzow 1870“, zur Ermittlung des Nitzower Dorfmeisters in dieser Disziplin, wurde von Kurt Kubat, Gerd Müller und Gerd Friesemann geleitet und von den Festgästen gut angenommen.

In diesem Jahr war auch wieder der Nagelwettbewerb, der vom „Holzwurm“ André Neumann ins Leben gerufen wurde, beim Strandfest dicht umlagert. André Neumann leitete diese Station, bei der es Nägel für Groß und Klein einzuschlagen gab und wo mitunter voll zugehauen wurde. „Schriftführerin“ war hier Nanette Kurze, die die Ergebnisse notierte. Jeder Teilnehmer wollte natürlich einen „schlagkräftigen“ Eindruck hinterlassen und so wurden unzählige große und kleine Nägel in das Holz gedroschen.

Kinder bemalen Enten

Das Havelberger Jugendzentrum war wieder mit der Hüpfburg dabei, die Dieter Tücher beaufsichtigte. Der Schminktisch, hier schwang Karin Fromm den Pinsel, Gokarts und eine große Bastel- und Malstraße wurden von Anke Pick und Carolin Schaper betreut. Letztere hatte auch noch das Bemalen von kleinen Plasteentchen für das Havelberger Entenrennen, das am kommenden Sonnabend stattfindet, unter sich. An dieser Aktion zeigten zahlreiche Mädchen und Jungen, die Enten für sich in der Domstadt mit an den Start schicken möchten, großes Interesse.

Die Ortsgruppe der Volkssolidarität hatte in bewährter Weise wieder die Kaffee- und Kuchenversorgung übernommen. Ingrid Schaper, Inge Eisenblätter, Waltraud Schubert, Marlis Huber und Angelika Pae­tow hatten alle Hände voll zu tun. „Jeder backt einen anderen Kuchen, und so haben wir immer eine schöne Abwechslung im Angebot. Dafür haben wir sogar schon einmal vom Kommandeur der Havelberger Bundeswehr bei einer Veranstaltung der Bundeswehr ein dickes Lob bekommen“, so Ingrid Schaper.

Für die Versorgung mit den kräftigeren Speisen und Getränken war in diesem Jahr die Havelberger Catering zuständig, und das klappte sehr gut.

Musikalische Umrahmung

DJ „Genne“, aus Berlin, der mit zum Catering-Team gehört, sorgte den ganzen Tag über für die passende Musik auf der alten, am Ufer liegenden Fähre.

Das Torwandschießen stand unter der Aufsicht von Gerald Friedl und beim Zielwerfen des Nitzower Angelvereins gab es Tipps von Detlef und Dave Hoffmann sowie von Enrico Peters. Er betreute auch das Entenangeln der Jüngsten, bei dem aber auch einige Erwachsene Spaß hatten.

Die Tanzgruppe Arabeske bot den Besuchern des Nitzower Strandfestes mit Bootskorso ein bezauberndes Programm. Mit über 20 ganz kleinen, kleinen und größeren Tänzerinnen sorgte sie für gute Stimmung. „Für uns ist dieses Jahr ein ganz besonderes Ballettjahr, denn wir bereiten uns auf unseren 20. Geburtstag im kommenden Jahr vor“, verriet die Leiterin Sylvia Liban. Sie hatte bei dem umfangreichen Programm wieder tatkräftige Unterstützung von einigen Muttis der Tänzerinnen bekommen.

Mit dem Einbruch der Dunkelheit begann dann, außer einem erneuten Regenschauer, der bunte Bootskorso auf der Havel.