Havelberg l 23 108 Gäste in der Touristinformation Havelberg: Das ist absoluter Rekord, das Buga-Jahr 2015 natürlich ausgenommen. Da waren es 68 265 Besucher. 2014 waren es 20 634, in den Jahren zuvor meist unter 20 000. „Wenn wir die Zahlen nun so schwarz auf weiß sehen, bekommen wir bestätigt, was wir schon im Gefühl hatten. Die Buga hat uns im Jahr danach mehr Besucher gebracht. Der Bekanntheitsgrad ist gestiegen, das ist das, was wir uns erhofft hatten. Die Mühen haben sich tatsächlich gelohnt“, freut sich die Leiterin der Touristinformation Marina Heinrich. Schon auf den Messen hatte sich das gezeigt. „Wir mussten nicht mehr erklären, wer wir sind.“

Mühen haben sich gelohnt

Ein deutliches Plus hat es auch bei den Radtouristen gegeben. Die werden seit 2013 gesondert statistisch erfasst. Waren es da 2534, wurden 2016 bereits 5525 gezählt.

Die Tourisma in Magdeburg, wo Marina Heinrich und Grit Lübeck am Freitag und Sonnabend um Touristen geworben haben, war der Einstieg in die Messeaktivitäten. „Dass der Freitag dieses Mal ein Feiertag war, haben wir gemerkt. Es waren viele Besucher da“, berichtet Marina Heinrich. Am Stand des Tourismusverbandes Altmark war etwa die Broschüre „Reiten in der Altmark“ gut nachgefragt von Familien, die mit Kindern Urlaub machen wollen.

Von Havelberg nahmen sich die Besucher gern die Gästebroschüre und den neuen Taschenkalender mit. „Die Standardfrage war: Wann ist der Pferdemarkt? Die Leute wissen zwar, dass es das erste Septemberwochenende ist, wollen aber sicher gehen. Die Eröffnung ist in diesem Jahr am 31. August.“ Auch das Haus der Flüsse war Gesprächsthema, vor allem, wenn es um Angebote für Kinder geht. „Mit der Erlebniswelt drinnen und draußen bietet das Haus eine Menge, und das kostenlos“, sagt Marina Heinrich.

Mit Blick auf das vergangene Jahr, kommt sie auf das Jubiläum des Zarenbesuches vor 300 Jahren in Havelberg zu sprechen. „Wir sind aber noch dabei, werden auch in diesem Jahr noch Veranstaltungen anbieten“, berichtet sie unter anderem vom Malwettbewerb der Kitas, von der um den Valentinstag geplanten gastronomischen Zarenwoche und Vorträgen, die der Heimatverein organisiert. „Mit dem Schauschnitzen und der historischen Führung hatten wir im Sommer das Zarenjahr eröffnet. Harald-Uwe Bossert hat im Herbst einen Vortrag zum Thema gehalten und mit Christina Foege eine kleine Ausstellung in der Buchstation gestaltet. Sehr unterhaltsam war der Abend zu ,Legenden und Tatsachen zum Zarenjubiläum‘ im Arthotel. Hut ab, was die Laienschauspieler da gezeigt haben. Das Schöne ist, jeder aus der Arbeitsgruppe hat seinen Beitrag geleistet und was Tolles daraus gemacht. Und das, ohne was dafür haben zu wollen. Allen gebührt ein großes Dankeschön.“

Neben den klassischen Festen Pferdemarkt, Bootskorso und Domfest sorgten verschiedene andere Veranstaltungen für Besucher in der Hansestadt. Kurz vor Weihnachten bescherten zwei Dinge der Touristinformation zahlreiche Besucher, wie Marina Heinrich weiter berichtet. Da waren zum einen die Eintrittskarten für die Schwimmhalle der Bundeswehr. Diese ist seit 1. Dezember für die Öffentlichkeit dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. 211 Karten für Erwachsene und 86 für Kinder wurden verkauft. „Viele haben gleich fünf oder zehn Karten gekauft. Die Leute nehmen dieses Angebot gerne an, brauchen sie doch nun nicht nach Rathenow, Stendal oder Wittenberge zum Schwimmen zu fahren.“

Fotos sind ein Glücksgriff

Zum anderen war es die Havelberg-DVD zu 25 Jahren Städtebauförderung, die viele Einheimische in die Tourist­info lockte. Zunächst waren 40 DVDs vorhanden. „Doch hatten wir schnell eine lange Liste mit Vorbestellungen und haben 100 nachbestellt, weil viele die DVD zu Weihnachten verschenken wollten. Alle waren auch vor Weihnachten weg. Da weitere Nachfragen kamen, haben wir nochmals nachbestellt. In zirka zwei Wochen sollte die DVD wieder vorrätig sein.“

Großen Anklang fand auch die Gästebroschüre, die zu Jahresbeginn 2016 herausgegeben wurde. Sie war für zwei Jahre gedacht und in einer Auflage von 10 000 Stück erschienen. „Sie ist sehr kompakt, enthält wichtige Informationen, Fotos und Telefonnummern. Vorher hatten wir einen Flyer, jetzt sind es 32 Seiten. Das kommt sehr gut an“, haben die Touristiker festgestellt und veranlassten den Nachdruck von 10 000 Exemplaren. Die Broschüre wurde zugleich aktualisiert und etwas schlanker gestaltet, so dass sie besser in den Briefumschlag passt. Eine Neuauflage wird zum Herbst anvisiert.

„Ein Glücksgriff für die Gestaltung unserer Werbeträger sind natürlich die Fotos aus unserem Fotowettbewerb“, zeigt Marina Heinrich nicht nur die Gästebroschüre, sondern auch den neuen Taschenkalender Havelbergs und ein neues Rollup. Das Siegerfoto mit dem Kahn im Vordergrund und der Havelberger Silhouette ziert diverse Präsentationen. Aber auch die Nacht- und die Winteraufnahme kommen sehr gut an.

Da die Hansestadt sparen muss, hat sich Marina Heinrich für die Gestaltung des Roll­ups auf ihre eigene Kreativität verlassen. Vor wenigen Tagen ist diese Präsentationswand eingetroffen und gefällt sehr gut. Im unteren Bereich findet sich die stilisierte Havelberg-Ansicht wieder, die auch die zur Buga neu geschaffenen Info-Stelen zur Geschichte der Hansestadt zieren.

Mit Blick auf 2017 wirbt Marina Heinrich schon jetzt für die Teilnahme am Elberadeltag, der zum 15. Mal stattfindet. Für Sonntag, 7. Mai, ist eine Sternfahrt nach Arneburg geplant. Marina Heinrich wird mit hoffentlich vielen Pedalrittern von Havelberg über Sandau die Teilnehmer in die Elbestadt führen.

Ein wichtiges Thema ist in diesem Jahr auch das Reformationsjubiläum, wofür die Kirchengemeinde eine Predigtreihe vorbereitet hat. „Den dazu gehörenden Flyer nehmen wir auf Messen mit. Ebenso wie Broschüren etwa zum Haus der Flüsse, zu Prignitz-Museum und Arthotel und zur Domkurie D8. „Mit Regionalladen, Café und Barockgarten hat die D8 inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Auch den Veranstaltungsflyer für drei Monate, wofür die Ortschaften dieses Mal toll zugearbeitet haben, nehmen wir mit. Außerdem gehören die Broschüren etwa zum Elberadweg und zum Wasserwandern in unser Gepäck.“