Sandau l  Wolfgang Hellwig, Vorstandsmitglied beim Förderverein für die Kirche und dort für den Wiederaufbau des Turmes zuständig, ließ es sich nicht nehmen, die „Heimatfreunde Krumbach“ durch den Turm zu führen.

Bereits beim Mittagessen informierte er über einige Daten aus der Geschichte des Wiederaufbaus: Der Förderverein wurde 1996 ins Leben gerufen, nachdem sich eine Mehrheit der Sandauer für den Wiederaufbau ausgesprochen hatte. Im August 2002 wurde der Grundstein gelegt, erste Schätzungen gingen damals von 1,6 Millionen D-Mark an Gesamtkosten aus. Inzwischen liegt diese Sumnme bei 1,9 Millionen Euro, wovon fast 1,7 Millionen Euro ausgegeben wurden. – Davon waren knapp 700.000 Euro Spenden: „Mehr als bei der Dresdner Frauenkirche“, betonte der Redner.

Die aktuell kleinste Stadt Sachsen-Anhalts besitzt das höchste Storchennest, der Turm verfügt über einen Aufzug und ein Sicherheitstreppenhaus, wies Wolfgang Hellwig hin. Der Aufzug wurde denn auch von den Senioren rege genutzt.

Untergebracht war die Reisegruppe während ihres dreitägigen Besuches im Klietzer Landguthotel, die 23 sächsischen Heimatfreunde besichtigten in der Seegemeinde den Museumshof und die Bockwindmühle, zudem besuchten sie in Kleinmühlingen in der Börde das Friedensfahrt-Museum.

Bevor es nach Sandau ging, war die Gruppe in Havelberg im Haus der Flüsse, informierte Reisebegleiterin Sabine Schönfeld aus Wust, welche im Auftrag des Tourismusbüros Tangermünde tätig war. Im Sandauer Turm gibt es immer eine leckere Hochzeitssuppe, berichtete sie.