Elbe-Havel-Land l  Weil sie sich privat verändern möchte, verlässt sie das Elbe-Havel-Land, um dessen touristische Entwicklung sie sich in den zurückliegenden sieben Jahren gekümmert hat. Bis zum letzten Arbeitstag im März ist noch Zeit, um angeschobene Projekte abzuschließen beziehungsweise weiter voran zu bringen.

Dass sie gekündigt hat, teilte Jenny Freier jetzt im Ausschuss für Bau und Tourismus mit. Bis zum 31. März möchte sie Projekte abschließen, weiter voran bringen, Messen besuchen und vielleicht ja auch noch den Nachfolger einarbeiten. Denn dass die 30-Stunden-Stelle wieder neu besetzt werden muss, darüber waren sich die Ausschussmitglieder einig. Der Vorsitzende Wolfgang Hellwig bedankte sich schon mal für die umfangreiche Arbeit, die die Tourismusmanagerin geleistet hat.

Der Storch als Marke

Wie umfangreich diese Arbeit war, spiegelte Jenny Freiers Rückblick wieder, auch wenn der nur Schlaglichter auf die sieben Jahre werfen konnte. 2012 hat sie bei Null angefangen. Es gab weder Karten noch Übersichten über touristische Anbieter. In einem Designwettbewerb wurde mit dem Elb-Havel-Winkel und dem aufsteigenden Storch eine eigene Marke gefunden, die die Identität der Region darstellt und seitdem für einen Wiedererkennungswert unter anderem auf den zahlreichen Werbemitteln sorgt. Es gibt inzwischen die vierte Auflage der Faltkarte und die dritte der Broschüre über den Elb-Havel-Winkel mit Rad- und Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten ... Die touristische Webseite der Verbandsgemeinde wird rege besucht, Jenny Freier hat ein Bildarchiv aufgebaut und auf unzähligen Messen und anderen Veranstaltungen Werbung für das Gebiet zwischen Elbe und Havel gemacht.

Küchen- und Freizeitspione

Neben unzähligen Kleinprojekten wie dem Aufstellen von Info-Tafeln, die Erarbeitung einer Flutchronik, die Unterstützung beim Elberadeltag oder das Organisieren von Treffen mit lokalen Anbietern gibt es auch größere Projekte: zwei Fotowettbewerbe, Küchenspione und Freizeitspione – jeweils mit daraus resultierenden Kalendern, der über die Freizeitspione ist gerade in Arbeit. Das wohl größte Projekt, das die Tourismusmanagerin in den letzten fünf Jahren angestoßen und betreut hat, ist das gebietsübergreifende Leader-Kooperationsprojekte zur knotenpunktbezogenen Wegweisung, das in der Planung dieses Jahr abgeschlossen werden kann. Mit all den Dingen wurde und wird die Aufmerksamkeit von Touristen auf die Region gezogen.

Augenmerk auf Radtouristen

Den Mitgliedern des Bauausschusses gibt Jenny Freier Empfehlungen mit auf den Weg, welche Projekte für die touristische Zukunft der Region zielführend wären: darunter befinden sich Ideen wie die Etablierung eines Maskottchens und die Überarbeitung der Infrastruktur der Tourismusinformationen. Sie betont auch, wie wichtig es ist, an den Kooperationen mit Nachbarregionen festzuhalten. Das Hauptaugenmerk sollte stetig auf den Radtourismus gelegt werden, aber auch die Themen der Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Regionalität, Kultur, Wandern und Wassersport sollten weiterhin intensiv verfolgt und ausgebaut werden.