Der Havelberger Heimatverein und mit ihm über 200 Gäste sorgten für eine würdige Einweihung

Traditionsreicher "Schmokenberg"-Saal zeigt sich in einem jungen, frischen Gesicht

Von Dieter Haase

Die Domstadt Havelberg hat endlich wieder einen großen Saal für festliche Anlässe. An traditionsreicher Stätte - dem ehemaligen Schmokenberg-Hotel und heutigen ArtHotel Kiebitzberg - wurde am Sonnabend der neue alte Saal wiedereingeweiht.

Havelberg l An gleicher Stelle wie früher erinnert der neue Saal allerdings in keinem Detail mehr an seinen Vorgänger. Andreas und Renate Lewerken, die beiden Inhaber der Kiebitzberg-Gruppe, haben keine Mühen und Kosten gescheut, um mit einer gründlichen Sanierung und einer kompletten Neugestaltung der Festhalle ein wahres Schmückstück für die Nutzer zu schaffen. "Mit der Fertigstellung des Saales ist die bisher größte Investition der Kiebitzberg-Gruppe in Havelberg - der Bau des ArtHotels - abgeschlossen", freut sich Andreas Lewerken. "Ohne den starken Kiebitzberg-Firmenverbund mit den Möbelwerkstätten und der Schiffswerft im Rücken hätten wir dieses Vorhaben allerdings wohl nicht stemmen können", fügt er an. Vor allem was das Mobiliar betreffe, "zeigen wir im ArtHotel, zu welchen Leistungen die Kiebitzberg-Möbelwerkstätten heute in der Lage sind", erklärt der Firmenchef.

In der vergangenen Woche wurde es allerdings noch einmal ganz eng, die geplante Saaleröffnung am Sonnabend auch zu schaffen. "Das war am Ende noch mal eine ganz heiße Nummer, den in vielen Monaten entstandenen Bauverzug bis zum 13. Oktober aufzuholen", berichtet Andreas Lewerken. Noch am Freitag hatten die Handwerker im Saal voll zu tun. "Und dann stand das ganze Team des Hotels mit vollem Einsatz dahinter, dass die erste Veranstaltung wie geplant in einem schönen Ambiente im neuen Saal ,über die Bühne\' gehen konnte. Ich freue mich auch unwahrscheinlich darüber, dass es sich dabei um den Havelberger Heimatverein handelte, der das Traditionshaus mit seinem 7. Plattdeutschfest wieder zum Leben erweckt hat", macht Andreas Lewerken deutlich. Schließlich war es der Heimatverein, der an gleichem Ort auch sein erstes Plattdeutschfest feierte und der sich nach dem Baubeginn für das ArtHotel nichts sehnlicher wünschte, als dass der traditionsreiche Name Schmokenberg damit nicht verloren gehen würde. Nicht zuletzt war es am Sonnabend der Heimatverein, der den neuen schmucken Saal bis auf den letzten Platz mit über 200 Gästen füllte und mit dem tollen Programm zum Plattdeutschfest für eine mehr als würdige Einweihung sorgte. "Ich bin regelrecht begeistert von diesem schönen Saal, der sowohl optisch als auch akustisch keine Wünsche offen lässt", hatte der stellvertretende Vorsitzende des Havelberger Heimatvereins, Dr. Hans-Jürgen Nisch, in seinen Eröffnungsworten zum Plattdeutschfest seine Eindrücke zum Ausdruck gebracht. Der spontane Beifall der zahlreichen Gäste dabei zeigte, dass sie seine Meinung voll und ganz teilten.

Ein Krimi-Dinner am 30. November und die große Silvestergala mit Live-Band und Überraschungen sind die nächsten großen Veranstaltungshighlights im neuen Saal. "Lesungen, Konzerte, Tanzschulkurse und vieles andere mehr werden hier künftig zu den festen Angeboten zählen", wirft Andreas Lewerken einen Blick voraus.