Sandau l Bereits im Vorjahr waren für die Trauerhalle im auf zwei Jahre angelegten Haushalt der Stadt 32.400 Euro eingeplant. Enthalten in dieser Summe sind Dach- und Fassadenarbeiten, die Erneuerung der Elektrik, Natursteinarbeiten und Gerüstbau, auch eine Sockelabdichtung soll erfolgen.

Doch wird das Geld nicht reichen, wie Bürgermeister Henry Wagner auf der Ratssitzung informierte: Beim Abnehmen des Daches wurden verrotete Binder entdeckt. Auch die Elektriker erlebten beim Freilegen der alten Stromleitungen eine weitere für den Bauherren böse Überraschung – Trägerbalken waren im Innern des Gebäudes ebenfalls verfault. Und zwar ausgerechnet an ihren Enden, wo die gesamte Last aufs Mauerwerk drückt. Die Nutzer der Trauerhalle waren also schon recht gefährdet gewesen – was aber niemand ahnte. Zur Sicherheit der Bauhandwerker wurden die maroden Balken abgestützt.

Bis zu 3000 Euro zusätzlich nötig

Bis zu 3000 Euro mehr sind nun nötig, um diese Schäden auch noch zu beseitigen, informierte Henry Wagner. Dadurch verzögert sich auch der Bauablauf, denn das Material muss erst bestellt werden.

Warum die Stadt im Vorfeld wegen der Bestattungen nicht mit der Kirchgemeinde gesprochen habe, fragte Ratsmitglied Peter Busse. Die Gemeinde habe kurzfristig beschlossen, dass Trauerfeiern auch in der Kirche möglich sind. Da aber ab April die Kirche für Besucher offensteht, wird dies dann wohl kaum noch möglich sein. Havelberg und Wulkau stehen als Alternativen für Trauerfeiern zur Verfügung, erklärte Henry Wagner, weshalb die Kirche nicht gefragt wurde.

Danny Lindemann gab den Hinweis, dass in Havelberg am Samstag keine Bestattungen möglich sind. Zur Abdeckung über dem Eingangsportal der Trauerhalle merkte Wolfgang Hellwig an, dass Zinkblech besser als Beton wäre. Da ohnehin ein Nachtrag erstellt werden muss, könnten auch diese Mehrkosten dort mit erfasst werden.

Was mit dem umgestürzten Stück Friedhofsmauer im Wulkauer Weg sei, wollte Anja Schulenburg wissen. Dieser Schaden werde über die Versicherung abgewickelt, meinte der Bürgermeister, die Steine wurden bereits weggeräumt.