Havelberg l Schuld daran war das Wetter. „Sprühregen ohne Ende“, beschrieb die Vorsitzende des Orts- und Kulturvereins Garz, Astrid Braunsdorf, die Ausgangsposition am Vormittag. Aus diesem Grund wurde kurzerhand festgelegt, den Trödelmarkt – und auch den Versorgungsstand für die Besucher – unters schützende Dach in den Gemeindesaal umzulegen. Der Platz darin reichte gerade so aus für die etwa 15 Händler, die sich zu der Veranstaltung angemeldet hatten. „Als Notvariante war das heute die beste Lösung, doch mehr Händlerstände hätten wir im Saal wirklich nicht unter bekommen“, machte „Marktchef“ Lars Braunsdorf deutlich.

"Das gibt es nur bei uns"

Hinweisschilder im Ort machten Besucher darauf aufmerksam, wo der Trödelmarkt zu finden ist. Und er verfehlte seine Anziehungskraft auch an dem neuen Ort nicht. Andrang gab es auch auf Kaffee und Kuchen, auf Bratwurst und auf das seit vier Jahren spezielle Garzer Angebot: Pellkartoffeln mit Schmorgurken. „Das gibt es nur bei uns“, sagte „Chefkoch“ Alfred Hagen, und freute sich, dass das Gericht wieder so gut ankam. „Ich habe heute auch einen extra großen Topf mit Schmorgurken gemacht“, schmunzelte er.

Vier Spinngruppen dabei

Ins Trockene hatten sich auf den Havelhöfen auch die Teilnehmer am mittlerweile 6. Spinnertreffen zurückgezogen. „Havelspinner“ und Organisator Rainer Wittenburg begrüßte dazu neben seiner Spinngruppe aus Rathenow den Spinnkreis Retschow aus dem Landkreis Rostock-Mecklenburg, den Anhaltischen Spinnkreis – beide mit der jeweils zweiten Teilnahme in Garz – und als Stammgäste die Mitglieder der Spinngruppe aus Klietz. Auch wenn der Andrang von interessierten Zuschauern nicht so groß war, zeigten sich die Teilnehmer am Ende zufrieden. „Gleichgesinnte zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen, ist das allererste Anliegen solcher Treffen“, meinte Christa Wagner aus Klietz. Auch ihr selbstgemachter Rosenlikör trug dazu bei, dass man gut miteinander ins Gespräch kam.

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