Neuermark-Lübars l  Helmut Pauli ist im Juli nach schwerer Krankheit mit nur 62 Jahren verstorben. Zwar hatte der 40-Jährige schon 2013 den Betrieb überschrieben bekommen, aber der Vater war als Redner auf Trauerfeiern das Gesicht des Unternehmens. Die Frage, ob er allein weitermachen soll, stellte sich Christian Pauli nur kurz und entschied, Vaters Erbe in dessen Sinne fortzuführen.

Als der sich 1993 als Bestatter selbstständig gemacht hatte, war Christian Pauli in der 9. Klasse. Mit der Situation, oft mit Tod und Trauer konfrontiert zu sein, arrangierte sich die Familie. Christian, der eigentlich KfZ-Mechaniker werden wollte, machte eine Ausbildung zur Kaufmann im Einzelhandel. An freien Tagen, wenn Vater Hilfe brauchte, half er. „Sicher war das am Anfang nicht einfach und ich musste da reinwachsen. Aber das hat gut geklappt.“ Wichtig ist ihm der respektvolle Umgang mit dem Verstorbenen und der einfühlsame, korrekte Umgang mit den Angehörigen, „das geht auch an Bestattern nicht spurlos vorbei, vor allem, wenn es sich um jüngere Menschen handelt“, so Christian Pauli.

Schon gleich nach dem Abschluss seiner Lehre stellte Vater ihn ein und gemeinsam arbeiteten sie Hand in Hand. Familienvater Christian Pauli ist seiner Frau dankbar, dass sie Verständnis für seine Arbeit aufbringt, für die er rund um die Uhr abrufbereit sein muss. Unterstützung hat er auch von Mutter Michaela, die in Neuermark-Lübars ein paar Häuser weiter wohnt und mit dem Betrieb gut vertraut ist. Auf dem elterlichen Hof befindet sich auch alles, was der Bestatter für seine Arbeit benötigt.

Da sein Vater nun nicht mehr als Trauerredner zur Verfügung steht, übernehmen die beiden Havelberger Volker Schumann und Regina Finger diese Aufgabe.