Wulkau l  Auch wenn es sich nur um eine Übung handelte, mussten die Kameraden doch ihr ganzes Wissen und Können anwenden, um die drei Vermissten aus dem Haus zu retten. Zunächst hatten die Pflegekräfte des Hauses bereits dafür gesorgt, dass alle Bewohner – zumeist an Demenz Erkrankte – das Haus verlassen. In warme Decken gehüllt, verfolgen sie das Szenario aus sicherer Entfernung.

Die Wulkauer Wehr ist acht Minuten nach der Alarmierung vor Ort, kurz darauf treffen Schönfeld, Kamern und Sandau ein. Volker Böhm aus Kamern übernimmt die Einsatzleitung. Schwester Gabi Kleßen informiert ihn, dass noch zwei Bewohner und der Hausmeister im Gebäude sind. Ein Zimmer brennt. Die Atemschutzgeräteträger machen sich fertig. Sebastian Gehrke und Florian Meinschien gehen rein und beginnen mit der Suche. In einem der hinteren Zimmer finden sie den ersten Bewohner, „gespielt“ von Andreas Musow aus Schollene. Im Bett liegend, hieven sie ihn durch die Terrassentür ins rettende Freie. Die zweite vermisste Person ist Henry Wiggert aus Schönhausen. Er liegt blutend im Flur – für die recht echt aussehenden Verletzungen durch den Sturz hat Ronny Roch von den Johannitern gesorgt. Schnell ist auch diese Person nach draußen gebracht. Etwas länger dauert die Suche nach Hausmeister Enrico Senst, der im hintersten Zimmer gemütlich im Sessel sitzt.

Kurz nach 9 Uhr ist die Übung beendet. Genau zugeschaut haben die Ausbilder Karl-Heinz Pick, Uwe Engel und Peter Jugler sowie Jenny Wolff vom Ordnungsamt. „Im Großen und Ganzen in Ordnung“, so die erste zufriedene Einschätzung.

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