Havelberg l Seit diesem Monat ist die Ortsdurchfahrt Sandau wegen der Fahrbahnsanierung gesperrt, der überörtliche Verkehr wird zwischen Havelberg und Wulkau über den Havelwinkel umgeleitet. Im Vorfeld konnten die Ortsbürgermeister Hinweise geben – nicht alles wurde umgesetzt.

In Wulkau, Warnau, Garz und Kuhlhausen sind die Bushaltestellen wegen der Umleitung und des damit verbundenen höheren Verkehrsaufkommens als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Nicht aber in Jederitz: Hier endet die Tempozone, welche in der Kurve ohnehin seit längerem besteht, vor der Haltestelle. Ortsbürgermeister René Gebhardt hatte eigentlich im Vorfeld gefordert, ganz Jederitz zur Tempo-30-Zone zu machen und eine Bedarfsampel für Fußgänger aufzustellen, doch wurde nichts davon umgesetzt.

Kein Tempolimit an der Halte

Dass auch an der Haltestelle kein Tempolimit gilt, wurde damit begründet, dass hier die Schilder „Achtung, Kinder!“ stehen. Doch solche stehen auch in Kuhlhausen und Warnau, wo das vorgeschriebene Tempo dennoch reduziert wurde, ärgert sich der Ortsbürgermeister. Er hat deshalb beim Ordnungsamt in Havelberg nachgehakt.

Dessen Leiter André Gerdel informierte, man müsse auch an die Fahrzeugführer denken. Er denkt, dass die Beschilderung mit Augenmaß aufgestellt wurde, schließlich gibt es auch dazu Vorschriften.

Zwar sei auch die Doppelkurve samt Bushaltestelle in Kuhlhausen nun Tempo-30-Zone, dennoch werde hier oft schneller gefahren, schätzt Ortsbürgermeisterin Gabriele Kant. Viele Ortsfremde unterschätzen diese Kurve. Der Fußweg endet an der Feuerwehr, deshalb muss man in diesem unübersichtlichen Bereich die Straßenseite wechseln. Eigentlich wollte die Ortschaft auch hier eine Bedarfsampel aufgestellt haben, doch führte kein Weg dorthin.

Alle Forderungen umgesetzt

In Garz wurde die Forderung des Havelortes umgesetzt, eine Tempo-30-Zone an der Haltestelle einzurichten. Auch wurde die Geschwindigkeit im Ort schon kontrolliert, berichtete Ortsbürgermeisterin Astrid Braunsdorf.