Kamern l Wie schon beim Jubiläum vor zehn Jahren gab es zu Beginn ein Traditionsspiel, an welchem sich die ehemaligen und die aktiven Empor-Fußballer beteiligten. Mit dabei waren auch einige Spieler des FSV Havelberg, mit dem Kamern seit 2017 eine Spielgemeinschaft bildet. Den freundschaftlichen Vergleich gewann das Team in den blauen Trikots mit 4:3 Toren.

Danach konnten dann die Gäste an verschiedenen Stationen ihr Geschick testen. Zum Beispiel beim Gummihuhnweitwurf, beim Torwandschießen oder beim Zielwerfen. Die Angelfreunde aus Wulkau luden zum Angelzielwerfen ein. Zudem gab es noch eine Gaudistaffel.

Drei Abteilungen im Verein

Neben der Fußballabteilung hat der Verein eine Badmintonabteilung mit 16 Aktiven sowie zwei Frauen-Gymnastikgruppen mit insgesamt 22 Sportlerinnen. Die Sportfreundinnen hatten es übernommen, zum Fest einen Kuchenbasar zu organisieren. Hingucker war hier die Torte mit dem rot-weißen Empor-Emblem, welche Monika Bröker, die Mutter des Vereinsvorsitzenden Kai-Uwe Bröker, gebacken hatte. Dieser übernahm natürlich den Anschnitt. Auch die Versorgung mit Getränken erfolgte in Eigenregie. Der Tag klang am Abend im Gemeindesaal aus, für das gemütliche Beisammensein hatten die Jäger Wildgulasch spendiert.

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Erhard Michael war 1968 gerade frisch vom Studium zurückgekehrt, als er das verantwortungsvolle Ehrenamt des ersten Vorsitzenden der neu gegründeten Sportgemeinschaft (SG) übertragen bekam, berichtete er. Eigentlich hatten die Kamernschen Sportler als Namen „Rot-Weiß“ vorgeschlagen, doch fand dieser nicht das Wohlwollen der Verantwortlichen beim Rat des Kreises und dem Turn- und Sportbund DTSB. Der damalige LPG-Vorsitzende – die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Tierproduktion war Trägerbetrieb der SG – meinte daraufhin, die Kamernschen Fußballer wollen schließlich emporkommen, deshalb sollte man sich „Empor“ nennen. Auch das war von den Havelberger Funktionären anfangs nicht gewollt, denn die Bezeichnung „Empor“ war den Sportgemeinschaften vorbehalten, welche von Handelsbetrieben unterstützt wurden, doch setzte sich Erhard Michael letztendlich durch. Und so heißt der Verein heute noch.