Havelberg l Elf Sportler aus Magdeburg, Tangermünde und Havelberg nahmen daran teil. Es wurde in einem Zweier, einem Dreier und einem unterbesetzten Vierer gerudert. Gepäck, Proviant und – vor allem bei der zu erwartenden Wetterlage wichtig – Getränke wurden ebenfalls in den Booten mitgeführt.

Längste Strecke zum Auftakt

Start war am 1. August 2018 in Tangermünde. Um 8.30 Uhr wurde abgelegt. Auf der Strecke bis Wittenberge wurden drei Fähren passiert. Mittagspause war kurz hinter der Fähre Räbel bei Havelberg: Nach kurzer Rast ging es aber schon weiter. Angekommen am Hafen in Wittenberge, wurden dort Zelte aufgebaut. Dieser erste Tag brachte 67 Kilometer.

Hitzacker nächste Station

Am zweiten Tag wurde von Wittenberge bis kurz vor Hitz­acker gerudert. Start war wie am Vortag früh. Um 8 Uhr legten die Boote ab. Mit einer Rast auf der Hälfte der Strecke erreichte die Truppe spätnachmittags ihr Ziel Hitzacker. An diesem Donnerstag wurden 66 Kilometer zurückgelegt.

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Eine Nacht in Geesthacht

An Tag drei der Fahrt erfolgte der Start bereits um 7 Uhr, um der brennenden Sonne voraus zu sein. Diesmal sollte bis Geesthacht gerudert werden. Etliche Fähren und Kleinboote machten Welle. Die Mittagspause wurde kurz vor Lauenburg abgehalten. Im dortigen Bootshaus durfte die Truppe sich dann später kurz erfrischen. Nach weiteren gut zehn Kilometern wurde Geesthacht erreicht, wo bei der dort ansässigen „Rudergruppe Geesthacht“ genächtigt wurde. An diesem Tag wurden 62 Kilometer gerudert.

Schiffsverkehr nimmt zu

Am vierten Tag starteten wir erst um 9.30 Uhr. Da der Gezeitenkalender beachtet werden musste – um erst bei fallendem Wasser zu fahren – schleusten wir direkt um 10 Uhr (Schleuse Geesthacht) und ruderten dann gleich weiter. Man konnte merken, dass es nun auf die Großstadt zuging, der Schiffsverkehr wurde reger. Angekommen bei Hamburg, ging die Strecke weiter auf der Norderelbe. Wir legten bei der Wanderrudergesellschaft „Die Wikinger“ e.V. Hamburg an, um dort zu übernachten. (Danke nochmal für die kurzfristige Aufnahme!) An diesem Tag hatten die Jugendlichen 38 Kilometer absolviert.

Durch Hamburg hindurch

Nun kam der letzte Tag, die Durchfahrt von Hamburg. Von Veddel bis nach Wandsbek. Nach dem Tidenkalender konnten die Ruderer um 8 Uhr ablegen. Vorbei am Firmensitz von ZDF und Spiegel und den alten Großmarkthallen ruderten wir auch durch die Fleete der Speicherstadt zur ersten Schleuse an diesem Tag, die Schaartorschleuse, die die Boote zum Alsterfleet schleust. Danach ging es weiter zur Rathausschleuse, wo das daneben liegende Hamburger Rathaus der Schleuse den Namen gibt. Auf der Ruderstrecke dorthin konnten die Elbphilharmonie und der Hamburger Hafen von fern gesehen werden. Nach dem Passieren dieser zweiten Schleuse wurde auf der Binnen­alster und der Außenalster an Bootshäusern – unter anderem vom Hamburger und Germania Ruder Club und dem der Ruder-Gesellschaft Hansa e.V. – vorbeigerudert. Danach verengt sich die Alster zu einem kurvenreichen Kanalsystem. Dort machte die Rudertruppe eine letzte kurze Rast an einem der vielen kleinen dort gelegenen Restaurants mit Möglichkeiten zum Anlegen und erreichte dann den Ruderverein Wandsbek e.V., um dort die Boote heraus zu nehmen, auf den Anhänger zu laden und wieder heimzufahren. An diesem letzten Tag wurden durch Hamburg noch 19 Kilometer gerudert.

Nächstes Jahr geht's weiter

Insgesamt wurden bei der Jugendwanderfahrt der Ruderjugend Sachsen-Anhalt 2018 auf Elbe und Alster 252 Kilometer gerudert. Ein Dank geht an alle Unterstützer, Mitruderer und Abholer. Fazit: Schöne Fahrt, mit etwas weniger Hitze sicher angenehmer. Im nächsten Jahr erkunden die Ruderer dann einen anderen Teil der Elbe.