Havelberg l „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“ – unter dieses Motto hatte der Chor der Grundschule sein weihnachtliches Programm gestellt. Am Sonnabend hatte er seinen großen Auftritt und stimmte die Marktgäste musikalisch auf die Adventszeit ein – wenn auch bei außergewöhnlich milden Temperaturen.

Eigentlich sollten die etwa 40 Chorkinder, die von Annett Riemann dirigiert wurden, zum Nikolaus auch gleich ihre neu aufgenommene CD erhalten, doch war diese leider noch nicht fertig geworden, bedauerte Schulleiter Lothar Riemann. So sie denn geliefert wird, kann die Silberscheibe gegen eine Spende an den Förderverein in der Bildungseinrichtung erworben werden.

Nach dem Auftritt des Chores schlug die große Stunde für ganz junge Tänzerinnen: Lediglich drei, vier Jahre jung sind die Jüngsten der Tanzgruppe Arabeske. Erst im Oktober war die Gruppe gebildet worden, trainiert wird sie von Anja Wolf. Die Mädchen tanzten unter anderem zum Lied von „Nikolaus und Nikoletta“. Insgesamt besteht die knapp 40 Mitglieder umfassende Tanzgruppe derzeit aus vier Gruppen, die Ältesten sind seit etwa sieben Jahren dabei.

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Wildwurst und Glühwein

Neben der Bühne duftete es aus einer Holzhütte heraus recht lecker: Hier standen Steffen Milbrecht, Manfred Groos und Peter Swiderski von der Havelberger Jagdgruppe am Grill, vor ihnen brutzelten Wildbratwürste und Jägerschnitzel. Für die Würste wurden vor allem Rotwild- und Wildschweinfleisch verarbeitet, war zu erfahren. Die Jäger hatten das Wild zerlegt, ein Fleischer hatte die Würste dann zubereitet. In der Hütte nebenan verkauften die Frauen der Waidgenossen Glühwein.

Mit einem Stand vertreten waren auch wieder die Gymnasiasten der 11. Klasse. Die Schüler hatten Lebkuchen und Plätzchen gebacken, die nun zusammen mit frischen Mutzen verkauft wurden. „Den Erlös nehmen wir für den Abi-Ball“, erklärte die Verkäufer Virgin Kleiner, Tino Zeitz und Patrick Zehle. Alle Mitschüler hatten sich an der Vorbereitung beteiligt, entweder als Bäcker oder als Verkäufer.

Am Stand warben sie zugleich für ihr nächstes Projekt: Am Dienstag, 15. Dezember, führen sie das Theaterstück „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in der Aula auf, Einlass ist ab 18 Uhr.

Alle Hände voll zu tun hatte Kurt Kubat am Stand der Rotarier. Zwölf Karpfen hatte er beim Glücksrad im Angebot – innerhalb von nur zwei Stunden gingen alle Fische weg. Zudem wurden am Rotary-Stand frisch gebackene Waffeln, Glühwein und Kaffee angeboten. Der Erlös ist für die Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt bestimmt, informierte Wolfgang Schürmann.

Die Ehefrauen der Rotarier Gerda Schürmann und Carla Harbart hatten zudem im Eingangsbereich der Stadtkirche einen Spendenbasar aufgebaut, hier konnte man gebrauchte Bekleidung, Geschirr, Bücher und Deko-Artikel gegen eine Spende erwerben – der Erlös fließt in die geplante Sanierung der Kirchenorgel.

Spenden für die Orgel

Den Großteil des Weihnachtsmarktes hatte auf Bitten des Gewerbetreibendenvereins „Wir für Havelberg“ nochmals die Stadtverwaltung organisiert, der Verein zeichnete für den Weihnachtsmann und das Abendprogramm zuständig. Für die musikalische Umrahmung waren zudem die Kindertagesstätten und der Posaunenchor Glöwen-Havelberg gebucht worden. Gestern kam denn auch noch Clown Tommi auf den Markt.