Vergrößert

Zwei Werkstätten bieten Havelberger Firma nun mehr Platz zum Arbeiten

Von Dieter Haase
Tischlermeister Andreas Rehfeld (links) arbeitet in der neuen Werkstatt zusammen mit Tischler Sebastian Treptow an der Fertigstellung eines Wintergartens. Foto: Jörg Müller

Havelberg

„Wir sind mit dem Platz für die Lagerung und Produktion einfach nicht mehr ausgekommen“, blickt der Inhaber der Firma FeRoMa, Jörg Müller, etwas zurück. „Da war es ein echter Glücksfall für uns, dass der benachbarte Getränkemarkt eines Tages seine Türen für immer schloss.“

Großer Wunsch hat sich erfüllt

Jörg Müller hatte sich daraufhin umgehend mit dem Besitzer in Verbindung gesetzt - mit dem Ergebnis, dass seine Firma nun die frei gewordene Getränkehalle für ihre Zwecke nutzen kann. „Somit ist ein großer Wunsch von uns in Erfüllung gegangen, nämlich die Holzbearbeitung und den Aluminiumbau voneinander zu trennen und somit für alle hier Beschäftigten die Arbeitsbedingungen zu verbessern.“

Lagerräume noch in ehemaliger Dachdeckerei

Dadurch befinden sich auf dem Firmengelände in der Pritzwalker Straße nunmehr zwei eigene Werkstätten, die voneinander nur durch einen Hof getrennt sind. „Einfach ideal“, findet der Chef. „Denn von unserem Hauptgebäude sind es nur wenige Meter bis zur neuen Werkstatt, die wir jetzt mehr oder weniger für die Metallbearbeitung nutzen.“ Und zu der darüber hinaus ein Büroraum, eine Sanitäreinrichtung und etwas Lagermöglichkeit gehören. Dennoch könne die Firma aber auf die beiden Lagerräume, die sich auf dem ehemaligen Dachdeckergelände in der Neustädter Straße befinden, nicht verzichten. „Die Räume dort sind ganz wichtig für uns, auch wenn sie sich nicht auf unserem Firmengelände befinden“, erklärt Jörg Müller.

Zertifizierung für Wintergärten

Hauptsächlich erfolgt in der neuen Werkstatt die Montage von Wintergärten. Denn dafür wird viel Platz benötigt. Aber auch die Fertigung unter anderem von Aluminiumfenstern und -türen sowie von Terrassendächern ist dorthin umgezogen. Für ihre Wintergärten hat die Havelberger Firma sogar eine Zertifizierung erhalten, worauf Jörg Müller verständlicherweise recht stolz ist. Über ein PC-Programm werden die Wintergärten, den Kundenwünschen entsprechend, entworfen.

Ein guter Auftraggeber für Arbeiten verschiedenster Art sind zuletzt übrigens die Elbe-Havel-Werkstätten Schönhausen gewesen, ist zu erfahren. So zum Beispiel für ein Glasdach für das Wohnheim in Genthin und für Aluminium-Oberlichter für die Werkstätten in Schönhausen.

Probleme mit Zulieferern

Ganz ohne Probleme geht die Corona-Pandemie aber auch an dem kleinen Unternehmen der Domstadt nicht vorbei. „Einerseits handelt es sich dabei um Ausfälle von Mitarbeitern und andererseits um verspätete Materialeingänge von Zulieferern. Denn auch bei denen ist Corona nicht ohne Folgen geblieben. Die Wartezeit auf benötigtes Arbeitsmaterial - unter anderem betrifft das Rollladen- und Wintergartensteuerungen sowie Markisentücher aus Italien - ist dadurch größer geworden, was so manche Abläufe bei uns schon etwas durcheinanderbringt“, berichtet Jörg Müller. „Doch wir konnten bis jetzt immer ohne Zwangspause unserer Arbeit nachgehen. Und das ist doch schließlich das Wichtigste.“