Breitenrode l Dieser Rücktritt des Breitenroders Steffen Lachmann als Vorsitzender traf ins Mark des Angelvereins Oebisfelde und Umgebung. Es wurde im Versammlungssaal des Breitenroder Hotels und Restaurants Hildebrandt beklemmend still, als Lachmann zum entscheidenden Satz ansetzte. Über 15 Jahre hat er nach eigenen Aussagen den Posten des Vorsitzenden inne, seit 1993 gehört er bereits dem Vereinsvorstand an.

Dass es sich bei der Begründung nicht um einen Vorwand handelt, war aus der Regelung für die Vereinsleitung bis zur kommenden Jahreshauptversammlung zu entnehmen: Kommissarisch übernimmt der 2. Vorsitzende, René Steffani, die Vereinsführung. Dafür bleibt der Posten des stellvertretenden Vorsitzenden mit Lachmann bis zur Jahresversammlung besetzt, was satzungskonform möglich ist, so Kassenwart Jürgen Heina. Dannach will Lachmann aber nur noch mit der Angelrute in der Natur und an den Vereinsgewässern unterwegs sein, wie er verdeutlichte.

Im Verlauf solcher Streifzüge stellte Lachmann bei Kontrollen im Berichtszeitraum insgesamt 83 Verstöße gegen geltendes Recht und Verordnungen fest. Keines war allerdings so bedeutend, dass ein Bußgeld fällig wurde. Häufigste Verstöße waren Parken am Mittellandkanal, unerlaubtes Zelten verbunden mit Angelvergnügen, so Lachmann.

Angelverein Weddendorf hat gekündigt

Das Angelvergnügen im Bunde mit dem AV Oebisfelde ist kurzfristig dem Angelverein Weddendorf abhandengekommen. Der Verein hat die Mitgliedschaft aus finanziellen Notwendigkeiten ausgesprochen, um sich dem AV Haldensleben anzuschließen. Jürgen Heina vom Oebisfelder Verein informierte, dass der Verein jedoch den Weddendorfer Mitgliedern bis zum Jahresende die Option offen lässt, dem AV Oebisfelde und Umgebung ohne Aufnahmepauschale beizutreten, um in heimischen Gewässern angeln zu können.

Probleme gäbe es derzeit mit dem Fischbesatz. Starke Temperaturschwankungen hätten zu Extremsituation beim Sauerstoffgehalt in den Gräben, aber insbesondere im Breitenroder Dorfteich geführt. Allein dort verendeten 80 Forellen und zwei große Hechte, berichtete Lachmann. Weil sich eine Erbengemeinschaft nicht zum Verkauf entschließt, kann der AV die Wasserfläche in der Kämmerei pachten. Und der Peist-Graben ist derzeit in einem sehr schlechten Gewässerzustand. Der Unterhaltungsverband wird damit beginnen erst einmal einseitig den Graben von Schilf und Gras zu räumen. Die Wasserqualität für Fischbesatz soll sich in der Wassensdorfer Badekuhle dank Arbeitseinsätzen weiter verbessern. Dort fanden nun streng geschützte große Karauschen dank des Vereins ein neues Zuhause.

Von der Liste der Vereinsaktivitäten wird zukünftig das Himmelfahrtsangeln gestrichen. Das Familienangeln bleibt weiter bestehen, so das Ergebnis einer Abstimmung am Sonntag. Für den Anglerball kann sich ab sofort in der Geschäftsstelle an den Sprechtagen angemeldet werden.