Apenburg l Es ist in Apenburg ein Datum wie in Stein gemeißelt: der 1. Dezember. Nicht nur, dass an diesem Tag das erste Kästchen am Adventskalender geöffnet wird - nein, im Burgflecken gibt es seit nunmehr zwölf Jahren ein ganzes Haus, an dem täglich in der Vorweihnachtszeit Fenster mit bunten Bildern aufgemacht werden. Auf den Moment, in dem Peter Warlich seine große Glocke läutet und zum ersten Mal ins weihnachtlich geschmückte Adventshaus bittet, freuen sich vor allem die Kinder das ganze Jahr über.

Am 1. Dezember ist es wieder soweit. Pünktlich um 17.30 Uhr darf eines der anwesenden Kinder die Tür mit der Nummer eins an dem Gebäude auf dem Schulenburgschen Hof in der Hinterstraße öffnen. Anschließend gibt es im Inneren eine weihnachtliche Geschichte zu hören. Für das Vorlesen an den einzelnen Abenden bis zum 23. Dezember haben sich wieder zahlreiche Freiwillige aus Apenburg und Umgebung gefunden. Den Auftakt macht Peter Warlich selbst. „Besonders freut mich, dass auch unser Landrat Michael Ziche wieder mit dabei ist. Er hat sich schon sehr früh als Vorleser angemeldet, als noch alle Termine frei waren“, meinte der Apenburger. Ziche wurde für den 20. Dezember eingeplant.

Am 5. Dezember wird das Adventshaus in den Apenburger Weihnachtsmarkt eingebunden. „Da brauchen wir jemanden mit kräftiger Stimme, da erfahrungsgemäß das Haus sehr voll werden wird“, erklärte Peter Warlich beim Vorbereitungstreffen der Vorleser. Die Wahl fiel auf Apenburg-Winterfelds Bürgermeister Harald Josten.

Musikbegleitung am Montag

Immer montags gibt es Musikbegleitung im Adventshaus. Dann ist Marko Scholz von der Klötzer Musikschule mit von der Partie. Aber auch auf Akkordeonklänge dürfen sich die Besucher an einigen Abenden freuen. Solisten und eine ganze Gruppe haben ihr Kommen in Aussicht gestellt. Einen Auftritt gibt es möglicherweise bei der Bioglühweihnacht, die am Freitag, 11. Dezember, rund um das Adventshaus steigen wird. „Ansonsten entscheiden wir das ganz spontan, wenn jemand besondere Beiträge einbringen will“, kündigte Peter Warlich an.

Im Inneren des Adventshauses wird auch wieder eine Weihnachtskrippe aufgebaut. Die ist jedoch zu Beginn noch leer und kann jeden Abend von einem anderen Kind vervollständigt werden. Auch Weihnachtslieder sollen gemeinsam gesungen werden, ehe es nach der Geschichtenstunde draußen am wärmenden Feuer bei Bratwurst, Glühwein, Tee und anderen Leckereien gemütlich weitergeht. An einem Abend wird zudem Kesselgulasch gekocht.

Neuer „Lokführer“

Wann der Weihnachtsexpress, ein von einem Dampflok-Traktor gezogener Wagen, wieder seine Runden drehen wird, konnte Peter Warlich noch nicht sagen. „Auf jeden Fall haben wir einen neuen Lokführer, der ist eine Granate“, machte der Apenburger neugierig.

Letzte Hand wird zudem an der großen Weihnachtspyramide angelegt, die in der Adventszeit wieder den Apenburger Dorfplatz schmücken soll. „Es gibt ein paar Probleme, die Rollen haben sich abgenutzt. Aber die Restaurierungsarbeiten laufen“, meinte Peter Warlich, der zudem für die 13. Saison des Adventshauses eine besondere Überraschung ankündigte. „Vielleicht schon zum Weihnachtsmarkt am 5. Dezember.“ Er wollte vorab aber keine genaueren Details verraten. Ein täglicher Abstecher nach Apenburg lohnt sich also auf jeden Fall.