Röwitz l Am Ende mussten Ross, Reiter und Kutscher noch einmal zeigen, was in ihnen steckt: Nachdem die Teilnehmer der diesjährigen Kutschenrallye, zu der am Sonnabend nach Röwitz eingeladen wurde, wieder an ihrem Startpunkt, dem Gelände des Reiterhofes Schulz, angelangt waren, wartete noch ein kniffliger Parcours mit verschiedenen Hindernissen auf sie. Zuvor hatten die insgesamt 17 Reiter und 21 Kutschengespanne, die bei der Rallye angetreten waren, schon einen gut 22 Kilometer langen Rundkurs durch die „Prärie“ – die Veranstaltung stand unter dem Motto „Wilder Westen“ – rund um Röwitz hinter sich gebracht.

Drei Stationen mit Aufgaben auf dem Weg

An drei Stationen, so berichtete Ulrike Schulz vom Organisationsteam, galt es dabei, verschiedene Aufgaben zu lösen. So wurden die Teilnehmer – einige von ihnen hatten sich stilecht mit Federschmuck im Haar oder einem Cowboyhut auf dem Kopf verkleidet – zu Goldgräbern. An einer Station auf dem Weg mussten sie Steine aussieben. Treffsicherheit war Ulrike Schulz zufolge bei einem weiteren Halt gefragt: Dort waren kleine Tipi-Zielscheiben mit der Wasserpistole umzuschießen. Passend zum Thema Pferd war später noch ein Hufeisen-Zielwerfen zu absolvieren.

Rund zweieinhalb Stunden, so schätzte Ulrike Schulz, würden wohl die Teilnehmer für den Rundkurs durch den Drömling brauchen. Wer es gemütlich angehen ließ, war vielleicht auch eine Stunde länger unterwegs. „Es gibt kein Zeitlimit für die Strecke“, erklärte sie. Gestartet wurde nacheinander im Laufe des Morgens und des Vormittags. Wenig später, nachdem sich das letzte Gespann am Sonnabend vom Startpunkt aus auf den Weg gemacht hatte, trafen die ersten Starter schon wieder im Ziel ein. Und machten sich dort bereit für den Parcours.

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„Die Hindernisse kann sich jeder selbst aussuchen“, erklärte Ulrike Schulz eine der Regeln und ergänzte, dass es Punkte für jedes Hindernis gibt, das fehlerfrei absolviert wird. „Vorher weiß aber noch niemand, wie viele Punkte es für jedes Hindernis gibt“, so Ulrike Schulz weiter.

Kutschen hatten drei Minuten Zeit

Ob also nun das Durchfahren des Wassergrabens oder das Umzirkeln von Strohballen, das Durchqueren eines Tunnels oder das Überfahren eines Hügels die meisten Zähler brachte, blieb bis zum Schluss ein Geheimnis. Reiter konnten zusätzlich mit ihren Pferden Hindernisse überspringen. Kein Geheimnis blieb hingegen die Zeit, die jeder Teilnehmer zum Absolvieren des Parcours hatte: Für Kutschen waren es drei Minuten, Reiter konnten zwei Minuten lang zeigen, was sie können. So lange spielte nämlich immer eine Musik im Hintergrund.

Einige Starter machten dabei ganz schön Tempo. Durch den Wassergraben ging es so schnell, dass der Matsch nach allen Seiten spritzte. Ebenso rasant ging es durch den dunklen Tunnel aus Strohballen. Andere Pferde waren da schon vorsichtiger. Vor dem Hügel aus aufgeschütteter Erde blieb ein Tier stehen, wollte ihn nicht überqueren. Doch nachdem ein anderes Pferd vorneweg lief, war auch dieses Hindernis kein Problem mehr.

Im Laufe des Vormittags füllten sich dann mehr und mehr die Zuschauerplätze. Große und kleine Pferdefreunde wollten sich das Spektakel gern ansehen.

Wie lange es die Veranstaltung nun schon gibt, konnte Ulrike Schulz nicht genau sagen. „Angefangen hat alles mal mit einem Kränzchenreiten 2004.“

Den ersten Platz bei den Fahrern belegten Stephan und Nicole Peeck aus Wolfsburg mit ihren Pferden Zissi und Zara. Platz zwei ging nach Köckte an Georg Meyer, Heiko Möhring und Jasmin Simon (Pferde: Cheyenne und Mattheo). Rang drei bei den Kutschen belegten Linda Knopf und Enrico Nahrstedt aus Holzhausen mit Hella. Bei den Reitern sicherte sich Peter Kremer aus Laatzke (mit Lena) den ersten Platz, gefolgt von Laura Fehse aus Röwitz (Gwendoline) und Monika Rose aus Jerchel (Katarina).