Jahrstedt l Die Jahrstedter Angler haben sich am Sonnabend im Drömlinger Hof zu ihrer Jahreshauptversammlung getroffen. Diese fand sonst immer erst im neuen Jahr statt, doch bei der letzten Jahreshauptversammlung hatte man sich auf einen früheren Termin geeinigt. Dadurch war es möglich, dass am Sonnabend nach den Formalitäten noch eine Weihnachtsfeier begangen werden konnte. Bevor es aber zum gemütlichen Teil überging, ließen die Petrijünger das Jahr 2018 Revue passieren und blickten auf 2019 voraus.

Vier Stunden werden Pflicht

Einmal mehr zeigte sich die Führungsspitze des Vereins mit dem Engagement der 60 Mitglieder unzufrieden. So habe der Vorstand die Hälfte des Arbeitspensums übernehmen müssen, wie der 2. Vorsitzende Maik Grabenstedt nach der Versammlung, die kurzfristig vorverlegt worden war, im Gespräch mit der Volksstimme berichtete. Um hier eine Kehrtwende herbeizuführen, sei beschlossen worden, dass künftig alle Vereinsmitglieder mindestens vier Arbeitsstunden per annum abzuleisten haben. Enttäuschend sei auch die Resonanz beim Kommersabend zum 40-jährigen Vereinsbestehen am 29. Juni gewesen. „Eingeladen waren die 60 Mitglieder plus Partner. Wir hatten also mit 120 Leuten gerechnet. Am Ende waren es aber nur 80“, erinnerte sich Grabenstedt. Im gleichen Maße wünschenswert wäre aber auch, dass die öffentlichen Angebote der Jahrstedter Angler, wie das Herbstfeuer oder der Familienangeltag, von der Bevölkerung besser genutzt werden.

Ein weiteres Thema, auf das der Vorsitzende Maik Theisz während der Versammlung kurz einging, war der Einsturz der Ohre-Schleuse am 18. März. Eis und Treibgut hatten den Wasserstand des Flusses an jenem Tag binnen kurzer Zeit rapide ansteigen lassen, wodurch das 1956 errichtete Bauwerk um- und unterspült wurde.

Teich hatte kaum noch Wasser

Es brach zusammen. Das hatte zur Folge, dass der Schleuser Teich, das Vereinsgewässer der Angler, nicht mehr mit Ohrewasser versorgt wurde. Der Pegel sank. Abhilfe schuf erst ein Provisorium aus Gabionen, das der Unterhaltungsverband Obere Ohre im Auftrag der Stadt Klötze zwischen dem 22. und 24. Mai anfertigte. Nun soll an Ort und Stelle über Fördermittel eine neue Anlage entstehen, die für Fische und Kleinstlebewesen passierbar ist. Wegen des Einsturzes der Schleuse und weil die Bäume am Schleuser Teich vom Eichenprozessionsspinner befallen waren, wurde die Festveranstaltung zum 40-jährigen Jubiläum der Jahrstedter Angler in den Knicken verlegt.

Überdies wies Theisz auf das drohende Aus für den Angelverein Klötze hin. Dessen Vorsitzender Hans-Jürgen Krätzig möchte aufhören und findet keinen Nachfolger. Sollte sich daran nichts ändern, dann wäre auch der Jahrstedter Angelverein, bei dem es sich um eine Ortsgruppe des Klötzer Vereins handelt, in seiner Existenz bedroht.

Steimker Teich soll entschlammt werden

Außerdem wurden bei bei der Jahreshauptversammlung die besten Angler 2018 geehrt. Über den Titel konnten sich Jonas Jenner (Junioren) und Maik Theisz (Senioren) freuen. Den Fisch des Jahres fing Marcel Wiswedel. Die meisten Arbeitsstunden, vom Vorstand mal abgesehen, absolvierten Viktor Kraskowski und Marco Pfefferkorn aus Steimke. „Sie kümmern sich hervorragend um den Teich dort“, lobte Maik Grabenstedt. Dieser wird von den Jahrstedtern Anglern als Aufzuchtgewässer genutzt. Problematisch ist der viele Schlamm, der beseitigt werden soll. „Der Antrag ist gestellt“, wusste der 2. Vorsitzende. Er teilte zudem mit, dass Manuel Grabenstedt in den Vorstand nachgewählt worden sei, weil es den 1. Kassierer Benny Theisz beruflich nach Mexiko verschlagen habe.

Wie Maik Grabenstedt weiter kundtat, soll es 2019 erneut fünf gemeinschaftliche Angeln geben. Vorgesehen sei auch wieder ein Familienangeltag sowie ein Herbstfeuer.

Nach der Jahreshauptversammlung gab es Bockwürste. Abends folgte dann die Weihnachtsfeier.