Klötze l Acht neue Baugrundstücke für Einfamilienhäuser sollen in Klötze auf dem Gelände der ehemaligen Kinderkombination (Kiko) im Wohngebiet an der Wasserfahrt entstehen. Vor einigen Tagen befasste sich bereits der städtische Hauptausschuss mit dem Thema. Die Mitglieder gaben dem Stadtrat die Empfehlung, den vorliegenden Beschluss anzunehmen. Zur Abstimmung lag dieser auch den Klötzer Ortschaftsräten bei deren jüngster Sitzung vor. Bei einer Gegenstimme stimmten die Mitglieder des Gremiums dem Beschluss zu.

Doch zuvor wurde noch über den Bebauungsplan mit dem Titel „An den Kleingärten“ diskutiert. „Die Stadt bietet die Grundstücke an, wer bauen will, soll bauen“, leitete Klötzes Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt in den Tagesordnungspunkt ein.

Schlechter Gehweg

Es gab aber auch andere Meinungen. Er wisse nicht, ob jemand neben lauter Hochhäusern bauen will, gab Uwe Witte (CDU) zu bedenken und spielte damit wohl auf die benachbarten Plattenbauten in dem Gebiet an. Immerhin könnte ja in die Gärten der geplanten Einfamilienhäuser geguckt werden. „Gibt es Anfragen?“, wollte er wissen. Wäre es nicht auch möglich, das Gelände jemandem anzubieten, der ein größeres Projekt plant, betreutes Wohnen etwa, kam als weitere Frage auf. „Wir müssen den Plan erst einmal befürworten“, sagte Hans-Jürgen Schmidt. Die Einwände würden aber aufgenommen.

Dass die Argumente von Uwe Witte nicht von der Hand zu weisen seien, fand auch Lothar Schulze (Die Linke). Er brachte noch einen anderen Aspekt in die Diskussion ein. So sei er schon zigmal von Bürgern angesprochen worden, die auf die Unfallgefahr, gerade für ältere Mitmenschen, hingewiesen hätten. Der Zustand der Gehwege sei nicht gut. „Es ist ein Wunder, dass noch nichts passiert ist“, sagte Lothar Schulze.

Es gehe nur um die Empfehlung des Ortschaftsrates, erinnerte Klaus Hilmer (CDU). Alles andere sei noch nicht an der Reihe. Auch Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt bat die Mitglieder darum, bitte nur darüber abzustimmen, ob an dieser Stelle die geplanten Bauplätze entstehen sollen.

Das taten die Ortschaftsräte dann auch und sprachen dem Stadtrat mehrheitlich die Empfehlung aus, die Bauplätze zu beschließen.