Klötze l Gestalt nimmt das neue Baugebiet an der Salzwedeler Straße in Klötze an. Die neue Stichstraße ist schon zu erkennen, die Vermessung der Bauplätze ist kürzlich erfolgt, informierte Einheitsgemeinde-Bürgermeister Uwe Bartels während der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Im Jahr 2021, so der Plan, sollen dann die ersten Eigenheime entstehen, wie es hieß. Platz wäre auf der rund 6500 Quadratmeter großen Fläche für sieben Häuser. Die Nachfrage nach Bauland ist in der Einheitsgemeinde Stadt Klötze groß. Um sie zu stillen, werden wohl weitere Flächen benötigt.

Dafür, dass zusätzliche Baugebiete in der Klötzer Kernstadt erschlossen werden, machen sich Mitglieder des Ortschaftsrates stark. Regelmäßig diskutieren sie während ihrer Sitzungen über das Thema. In der jüngsten Zusammenkunft schlug Christian Gebühr (SPD) nun vor, demnächst einen Planer einzuladen. Der Fachmann könne dann darüber informieren, wie schwer es sei, Bauplätze zu schaffen, so Gebühr.

Ein Vorgespräch hatte der Ratsherr schon geführt, der Planer sei bereit, über das Thema zu sprechen. Per Dia-Vortrag könnte den Mitgliedern des Gremiums gezeigt werden, „wie langwierig es ist, Bauplätze in Klötze zu planen“, sagte Gebühr. Wer heute einen Platz suche, dem könnte es passieren, dass er in 10 bis 20 Jahren noch keinen bekommen hat, machte Gebühr deutlich.

Jetzt schon am Gebiet Am Turnplatz arbeiten

„Wir nehmen den Vorschlag gern auf“, sagte Ortsbürgermeister Raimund Punke. Nun solle geschaut werden, ob der Planer zu einer der nächsten Sitzungen eingeladen werden könne. Zum Stichwort Bauplätze brachte Norbert Schulz (SPD) das lange geplante Gebiet Am Turnplatz auf den Tisch. Bei diesem sollte man „langsam mal in die Hufe kommen“, so Schulz, damit es nicht wieder 20 Jahre dauere, bis ein neues Baugebiet fertig sei. Entstehen könnten dort 25 Plätze für Häuser, erinnerte der Ratsherr.

Er selbst wohne seit 1991 in Klötze-Süd, welches das letzte große Gebiet gewesen sei. Nun habe es so lange gedauert, bis wieder Bauplätze zur Verfügung stehen. Schulz empfahl, jetzt schon am Gebiet Am Turnplatz zu arbeiten, damit Interessenten nicht wieder lange warten müssten.

Das sei aber nicht so einfach, warf Christian Gebühr ein. Die Plätze könnten nicht ausgewiesen werden, da ein erforderlicher Plan fehle. „Der muss von der Stadt in Auftrag gegeben werden, sonst passiert nichts“, ergänzte Uwe Witte (CDU). Und genau das müsse der Ortschaftsrat anschieben, so Norbert Schulz.

Stadt sollte über neue Wege nachdenken

Dass neue Gebiete nicht nur von der Stadt auf den Weg gebracht werden können, teilte Frank Fritzsche (CDU) der Runde mit und nannte dabei das niedersächsische Rühen als Beispiel. Dort habe eine Firma die Fläche für eine Siedlung gekauft und baue selbst. Über dieses Modell sollte man vielleicht in der Stadt Klötze nachdenken, denn wenn kein Geld vorhanden sei, werde es wohl erst in 30 Jahren wieder ein neues Baugebiet geben, mutmaßte Frank Fritzsche.

Die Stadt habe die Fläche Am Turnplatz für Bauplätze gekauft, und zwar schon in den 1990er Jahren, blickte Uwe Witte zurück. Er selbst habe mittlerweile auch schon nachgefragt, was aus dem Projekt geworden sei. Doch eine Reaktion habe er darauf nicht erhalten.