Klötze l „Funktioniert die Straßenlampe vor Ihrer Haustür nicht oder haben Sie irgendwo im Stadtgebiet und/oder in Ihrer Ortschaft Schäden entdeckt?“. Mit diesen Worten werden die Nutzer der städtischen Homepage unter der Rubrik „Schadensmeldung“ begrüßt. Hier können beispielsweise schadhafte Fahrbahnen, Gehwege, Kanaldeckel, Spielgeräte, Straßenlampen, Straßenschilder oder auch volle Container auf Friedhöfen gemeldet werden. Anzugeben sind der Name, die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse, wann der Schaden bemerkt wurde und wo sich der Schaden befindet. Optional kann auch ein Foto beigefügt werden.

Allerdings, darauf wies Matthias Licht (UWG) im Hauptausschuss hin, werde man nicht immer darüber informiert, ob die Meldung eingegangen ist und ob sich die Stadt der Sache annimmt. Er selbst habe eine Meldung gemacht und zwei Tage später immer noch keine Rückmeldung erhalten. „Wie ist denn der Ablauf?“, wollte er von der Verwaltung wissen.

Pro Woche etwa zehn Meldungen

Hauptamtsleiter Matthias Reps antwortete, dass der Melder in der Regel sehr wohl eine Information darüber bekomme, ob die Meldung eingegangen ist oder nicht. Bei Eingang eines solchen Hinweises werde zunächst geprüft, ob es sich tatsächlich um eine Schadensmeldung handelt oder um etwas anderes. Dann könne auch gleich mit der Abarbeitung, etwa durch die Stadtwirtschaft oder eine Fremdfirma, begonnen werden.

Gleichwohl, so hieß es, werde aber auch überlegt, die Homepage der Stadt Klötze zu verbessern und darauf den Behördenmelder „Sag‘s uns einfach“ zu installieren. Den gibt es beispielsweise auf der Internetseite der Stadt Gardelegen. Dort kann geschaut werden, ob der Sachverhalt bereits gemeldet wurde. Auf diese Weise werden Dopplungen vermieden. Zudem lässt sich der Status der Bearbeitung dank farbiger Symbole auf den ersten Blick erkennen. Orange bedeutet, dass die Meldung bearbeitet wird; grün heißt, dass der Vorgang schon abgeschlossen ist. In dem Fall wird auch detailliert beschrieben, was unternommen wurde, um den Schaden oder den Mangel zu beheben. „Das ist eine gute Sache“, befand Bürgermeister Uwe Bartels im Gespräch mit der Volksstimme.

Meldung über Müllhaufen

Den Schadensmelder auf der Homepage der Stadt Klötze gibt es seit Anfang 2017. Statistisch erfasst wird die Anzahl der Meldungen nicht, wie die Volksstimme Anfang Juni aus dem Rathaus erfuhr. Schätzungsweise werde von dem Angebot aber mindestens zehn Mal pro Woche Gebrauch gemacht. In der Regel gehe es um kaputte Gehwege oder Straßenlampen, aber auch um allgemeine Probleme wie illegale Müllhaufen oder den Eichenprozessionsspinner. Vorteil der digitalen Schadensmeldung ist es, dass man die Stadt Klötze auch außerhalb der Dienstzeiten erreichen kann. Außerdem spart man sich einen Anruf, die Anfahrt und möglicherweise auch eine Wartezeit.