Trippigleben l Während die deutschen Wintersportler in Südkorea eine Medaille nach der anderen ergattern, fällt ein Rekord in Trippigleben fast unbemerkt von der Öffentlichkeit: der Rekord mit den wenigsten Würfen beim Boßeln in Trippigleben. Doch der Reihe nach.

Die Feuerwehr hatte dort am Sonnabend zum 14. Boßelturnier eingeladen. „Wir boßeln vom Ortsausgang in Richtung Quarnebeck“, berichtete Ortswehrleiter Joachim Klabis vor dem Start. An der markanten Birke werde eine Rast eingelegt, bevor es wieder zurück zum Ausgangspunkt geht. Am Rastpunkt gebe es Schmalzstullen, Gurken, Glühwein und ein wärmendes Feuerchen, stellte er in Aussicht.

Rund 60 Leute dabei

Insgesamt 52 Boßeler meldeten sich an. Sie starteten in vier Mannschaften, informierte Jürgen Schulz, der die Kassierung im Saal übernommen hatte. Zusammen mit den Kindern, die kostenlos dabei sein konnten, schätzte er die bunte Schar auf 60 Leute. Der Jüngste war wohl mit zwei Jahren Anton Bohneberg. Sein Vater Christian Bergmann setzte ihn in einen Bollerwagen.

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Gegen 14 Uhr trafen sich alle wieder im Saal. Gewonnen hatte das „Paralympics Boßel Team“ mit 80 Würfen. „Das ist Rekord, so wenig Würfe brauchte noch keiner“, betonte Schulze. Auf den Plätzen folgten die „Texas Rangers“, bestehend aus Klötzern, Magdeburgern und Trippiglebenern, mit 99 Würfen, das Team „Mon Cherie“ mit 103 Würfen und die „Klugscheißer on Tour“ mit 113 Würfen.

Eine Kugel haben wir im Wasser versenkt, die müssen wir noch suchen“, berichtete Jürgen Schulz.

Im Anschluss konnten sich alle Boßel-Spieler stärken. Es gab für alle im Saal deftigen Grünkohl mit Bregenwurst, Kassler und Sauerkraut.