Klötze l Bei der Sitzung des Hauptausschusses am 18. November hatte Klaus Ewertowski (CDU) um baldige Auskunft gebeten, wie es um den Avacon-Breitbandausbau in Klötze steht. Ziel sei es schließlich gewesen, die Maßnahme noch 2020 zum Abschluss zu bringen. Die erbetenen Antworten lieferte Hauptamtsleiter Matthias Reps jetzt im Stadtrat. Am gleichen Tag hatte Avacon auch eine Pressemitteilung herausgegeben.

Demnach sei der Tiefbau fast fertig, die Straßenoberflächen habe man wieder hergestellt und seitens des Bauamtes gebe es bisher keine Beanstandungen. „Auch wenn wir unser Ziel leider doch nicht ganz erreichen, haben wir trotz Corona viel geschafft“, schreibt Detlef Gieselmann, Geschäftsführer der Avacon Connect GmbH. „Insgesamt haben wir in nur elf Monaten mehr als 50 Kilometer Tiefbau realisiert, 1011 Hausanschlüsse hergestellt und 75 Kilometer Rohre verlegt.“

Arbeiter fielen aus, Material kam nicht an

Bis Weihnachten sollen die Kunden im Südwesten von Klötze an das Glasfasernetz angeschlossen sein und ihren Glasfaseranschluss bis ins Haus nutzen können.

Gieselmann räumt ein, dass der ursprüngliche Zeitplan, den Ausbau der gesamten Kernstadt bis Ende 2020 abzuschließen, wegen Corona nicht eingehalten werden könne. „Ursachen für die Verzögerungen im Bauablauf liegen unter anderem im Ausfall von Arbeitskräften durch Quarantänemaßnahmen, Lieferschwierigkeiten bei den Materialien und dem Einsatz kleinerer Teams, um Hygienevorschriften einhalten zu können.“ Avacon habe ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das auch von den Dienstleistern befolgt werde und den Schutz der Kunden berücksichtige.

1011 Kunden werden angeschlossen

Bis zum 18. Dezember würden noch einzelne Hausanschlüsse gebaut sowie Kabel eingeblasen, teilt Gieselmann mit. In den Mehrfamilienhäusern müssten zum Teil noch Glasfaserkabel verlegt werden, damit das schnelle Internet auch bis in die Wohnung kommt. „Zug um Zug werden die mehr als 1000 Kunden angeschlossen, ein Teil von ihnen noch in diesem Jahr“, verspricht Gieselmann. Geplant sei, bis Ende des ersten Quartals 2021 alle Kunden anzuschließen und sämtliche Arbeiten fertigzustellen.

In den Angaben, die Reps verlas, heißt es ergänzend, dass dafür 144 Hausanschlüsse pro Woche realisiert werden sollen. Allerdings sei Avacon dabei von weiteren Faktoren abhängig. Demnach dürften die Einreisebestimmungen nicht verschärft werden, weil sich das auf den Einsatz der ausländischen Monteure auswirken würde. Außerdem könnte der Kabelzug bei lang anhaltenden Minus-Temperaturen nicht durchgeführt werden. Dies würde gleichsam zu Verzögerungen führen. Avacon betont aber, dass trotz der äußeren Umstände, die den geplanten Bauablauf negativ beeinflussen könnten, „alle Mittel in Bewegung gesetzt werden, um den Kunden den zugesagten Anschluss so schnell wie möglich bereitzustellen“.

Im Übrigen weist Avacon darauf hin, dass Kunden ihren Altvertrag bei ihrem bisherigen Telefonanbieter nicht selbst kündigen sollen. Dies erledigt Avacon Connect im Rahmen des Kundenauftrags.

Ab Anfang 2021 können sich alle Interessierten auf www.avacon-breitband.de/kloetze, informieren, wo gerade gearbeitet wird.