Klötze l Spannend bis zur letzten Minute war die Wahl des neuen Bürgermeisters der Einheitsgemeinde Stadt Klötze am Sonntag. Während die Anhänger von Uwe Bartels, Kandidat der Unabhängigen Wählergemeinschaft Jeetze-Ohre-Drömling (UWG JOD), mit ihm im Jahrstedter Saal das Einlaufen der Wahlergebnisse verfolgten, kamen einige Klötzer nebst Matthias Mann im Rathaus zusammen.

Das erste Ergebnis lag mit Trippigleben bereits um 18.05 Uhr vor. Nacheinander liefen die Ergebnisse der 16 Wahlbezirke im Rathaus ein und wurden im Internet sichtbar. Das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Kandidaten gab es allerdings nicht. Von Anfang an lag der Jahrstedter Ortsbürgermeister Uwe Bartels vorn.

Um 19 Uhr das letzte Ergebnis

Als exakt um 19 Uhr mit den Zahlen aus den Briefwahlunterlagen das letzte Einzelergebnis in das vorläufige Gesamtergebnis einfloss, war klar: Die Einheitsgemeinde Stadt Klötze wird ab Januar 2017 einen neuen hauptamtlichen Bürgermeister haben. Mit einem deutlichen Vorsprung von 12,8 Prozent der abgegeben gültigen Stimmen gewann Uwe Bartels die Bürgermeisterwahl. Er konnte 2382 Voten auf sich vereinigen. Amtsinhaber Matthias Mann erhielt 1845 Stimmen und damit 43,6 Prozent. Die Überraschung war perfekt.

Das räumte selbst der Wahlsieger ein. Im Gespräch mit der Volksstimme sagte Uwe Bartels am Wahlabend: „Ich bin ein bisschen überrascht, weil das Ergebnis so deutlich ausfällt.“

Allerdings gaben erneut nur 47,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, das entspricht 4270 von 8984 Wählern. Ungültig waren 43 Stimmzettel.

95 Prozent für Bartels in Jahrstedt

Die Hochburg von Uwe Bartels lag ganz klar in seinem Heimatort Jahrstedt. Dort votierten 95,1 Prozent der Wähler für ihn. Entsprechend erhielt Matthias Mann dort mit 20 nur 4,9 der Stimmen. 385 Jahrstedter votierten für Uwe Bartels.

Matthias Mann erhielt mit 68,2 Prozent die meisten Stimmen im Wahlbezirk Klötze Sozialzentrum. Das entspricht 322 Stimmen. Für Uwe Bartels votierten dort 150 Wähler (31,8 Prozent). In allen Ortsteilen, die ehemals zur Verwaltungsgemeinschaft Jeetze-Ohre-Drömling VG gehörten, erhielt Uwe Bartels die meisten Stimmen. Lediglich in Kusey, Heimatort von Matthias Mann, reichte es nur für 37,9 Prozent (162 Stimmen). Hier bekam Mann 266 Stimmen (62,1 %)

Und noch ein Unterschied wird deutlich: In den Orten der ehemaligen VG Jeetze-Ohre-Drömling, der Hochburg von Uwe Bartels, lag die Wahlbeteiligung zwischen 50 (Wenze)und 75,7 Prozent (Dönitz). In Klötze, Schwiesau und Neuendorf gingen nur zwischen 19,9 Prozent (Klötze, Purnitzschule) und 33,7 Prozent (Neuendorf) der Berechtigten zur Wahl. Damit haben die Wahlbezirke, die eigentlich Matthias Mann unterstützten, ihren Kandidaten fallen gelassen.