Klötze l Desinfektionsmittel sowie Mundschutz sind seit dem ersten Corona-Verdachtsfall in Deutschland Mangelware geworden. Auch in Klötze. Christine Harms, Inhaberin der Klötzer Stadtapotheke, hat nur noch wenige Restbestände an Desinfektionsmitteln vorrätig. „Desinfektionsmittel sind seit geraumer Zeit nur noch in begrenzter Anzahl vorhanden und werden so schnell auch nicht nachgeliefert“, sagte die Apothekerin auf Nachfrage der Volksstimme. Engpässe bei anderen Grippe- und Erkältungsmedikamenten sowie Schmerzmitteln gibt es hingegen nicht. Sie sind ausreichend vorhanden, betonte Harms. Allerdings ließ sie nicht unerwähnt, dass schon einigen Wochen und Monaten insgesamt 243 Medikamente dauerhaft auf dem deutschen Markt fehlen. Und das liege nicht am Coronavirus, wie sie ausdrücklich anmerkte.

Deutlich gestiegen sind im Zuge der Coronagrippe die Preise für Mundschutz. Zwar sind noch verschiedene Sorten aus Papier im Handel vorhanden. Doch sie kosten deutlich mehr als noch vor dem Ausbruch des Virus‘s. Musste Christine Harms sonst 66 Cent für drei Stück Mundschutz bezahlen, liegt der Preis seit kurzem um bis zu fünfmal höher.

Mehrfaches Händewaschen am Tag ist wichtig

Harms würde sich wünschen, dass die Apotheken bei einer Epidemie einen Vorlauf von vier Wochen an Medikamenten haben. Das ist leider gegenwärtig in Deutschland nicht der Fall. Fast stündlich schaut die Klötzer Apothekerin momentan ins Internet, welche Medikamente verfügbar sind, und bestellt sie dann online. Für die aktuelle Grippewelle rät sie den Bürgern zu Ruhe und Besonnenheit. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren sei es wichtig, täglich mehrmals die Hände mit Seife zu waschen. Denn dieses Problem verkennen viele Westaltmärker. Dabei ist die Ansteckungsgefahr schon beim Benutzen eines Einkaufswagen im Supermarkt sehr groß, gibt Harms zu bedenken.

Bilder

Auch beim Klötzer Drogeriediscounter dm waren gestern einige Regale leer. Besonders Hygenieartikel, speziell Flüssig- und Spezialseife, waren in den Mittagsstunden nicht mehr ausreichend oder überhaupt nicht mehr vorhanden.

Die gleichen Sorgen hat auch der nur wenige Meter entfernte Edeka-Markt von Carola Junghans. Wie die Marktleitung auf Nachfrage der Volksstimme informierte, gibt es spezielle Lieferengpässe bei Desinfektionsmittel, aber auch bei Mehl, Nudeln und Dauerkonserven, wie unter anderem Suppen. Mehl wurde in dieser Woche nicht wie geplant geliefert und somit bleibt das Regal für dieses Produkt bis zur kommenden Woche leer.

Auch bei Nudeln einer bestimmten Marke kauften die Kunden in den zurückliegenden Tagen größere Mengen ein, um sich zu bevorraten. Im Einkaufswagen der Kunden finden sich auch fast immer Packungen von Toilettenpapier. Das war in den vergangenen Tagen auch sehr gefragt.