Schulsport

Der sanierte Sportplatz in Beetzendorf ist nun offiziell freigegeben

15 Monate lang war der Beetzendorfer Sportplatz gesperrt. Jetzt sind die neue Laufbahn und die Weitsprunganlage übergeben worden. Von der Sanierung profitiert in erster Linie der Schulsport. Schulträger und Bund investieren fast eine halbe Million Euro

Von Walter Mogk
Mit einem Scherenschnitt gaben Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe (von rechts), Kreisdezernentin Kathrin Rösel, VG-Bürgermeister Michael Olms, der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Gnodtke und die beiden Nachwuchsfußballer Oskar Schulz und Arne Seidel den sanierten Sportplatz frei.
Mit einem Scherenschnitt gaben Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe (von rechts), Kreisdezernentin Kathrin Rösel, VG-Bürgermeister Michael Olms, der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Gnodtke und die beiden Nachwuchsfußballer Oskar Schulz und Arne Seidel den sanierten Sportplatz frei. Foto: Walter Mogk

Beetzendorf - Verbandsgemeinde (VG)-Bürgermeister Michael Olms war bei der Einweihung des sanierten Beetzendorfer Sportplatzes auf die Herausforderung vorbereitet, die Ex-Innenminister Holger Stahlknecht und der Jübarer CDU-Landtagsabgeordnete Carsten Borchert beim Baustellenbesuch Anfang Juli 2020 angekündigt hatten. „Ich habe mir extra leichte Schuhe angezogen und hätte gern einen Sprint mit den beiden Politikern gemacht, doch die kneifen leider“, meinte er augenzwinkernd. Also sprangen die Jüngsten in der Runde, die beiden vierjährigen G-Jugend-Fußballer Oskar Schulz und Arne Seidel ein und begleiteten Olms auf der 400-Meter-Runde.

Der VG-Chef sprach bei der Einweihung von einer „schweren Geburt“, ehe die 95 400 Euro Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bewilligt und die Baumaßnahme begonnen werden konnte. Doch das Ergebnis könne sich sehen lassen. Mit der Tartan-Laufbahn vom Typ C habe man jetzt optimale Bedingungen für den Schulsport der drei Schulen vor Ort. Das sei für den Erhalt des wichtigsten Schulstandortes in der VG sehr wichtig.

Zwei Drittel der Kosten übernimmt der Kreis

Kreisdezernentin Kathrin Rösel lobte die Zusammenarbeit von Gemeinde, Kreis und VG bei der Finanzierung des Vorhabens. Während die Gemeinde Beetzendorf als Eigentümer des Areals offizieller Bauherr war und auch die Summe komplett im Haushalt verankert hat, übernahmen die beiden Schulträger entsprechend ihrer Schülerzahlen die Kosten. Von den 425 400 Euro entfallen 287 000 Euro auf den Kreis und 43 000 Euro auf die VG, der Rest sind die Fördermittel. „Die Kooperation hat gut geklappt. Uns allen war klar, dass die Anlage, die noch aus DDR-Zeiten stammt, erneuert werden muss. Schließlich ist der Schulsport ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts und dafür benötigt man gute Bedingungen“, erklärte Kathrin Rösel. Ihr Dank galt zudem dem CDU-Bundestagsabgeordneten Eckhardt Gnodtke, der sich für die Förderung des Vorhabens eingesetzt hatte.

Auch Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe zeigte sich erleichtert, dass die Endlos-Baustelle Sportplatz jetzt Geschichte ist. Die beteiligten Firmen hätten gute Arbeit geleistet, so dass trotz zwischenzeitlicher Schwierigkeiten ein ansprechendes Ergebnis zu sehen sei.

Die 400 Meter-Laufbahn wurde erneuert und mit 2475 Quadratmetern Kunststoffbelag versehen. Auf ihr sind Kreisbogen- und bis zu sechs Einzelbahnen für die geraden Sprint- und Hürdenstrecken markiert. Ebenso erneuert wurden die Weitsprunganlage samt Anlauf und die Trainingsanlage für das Kugelstoßen. Um die Laufbahn vom Regenwasser freizuhalten, entstanden 220 Meter Regenwasserleitung. Schwierigkeiten gab es zu Beginn der Bauarbeiten durch den Untergrund des Areals, das früher als Mülldeponie genutzt wurde. Umfangreiche Bodenuntersuchungen und Analysen mussten angefertigt werden, um unter anderem den optimalen Standort für die Rigolen (Regenwasserspeicher) zu finden und belastete Böden fachgerecht entsorgen zu können.

Michael Olms ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit dem vierjährigen Arne Seidel die erste Runde auf der neuen Laufbahn zu drehen.
Michael Olms ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit dem vierjährigen Arne Seidel die erste Runde auf der neuen Laufbahn zu drehen.
Foto: Walter Mogk