Trippigleben l Die chemische Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner war bislang in 2018 nicht so erfolgreich wie erhofft. Das hat auch Marco Wille festgestellt. Während der Sitzung des Ortschaftsrates am Mittwoch in Trippigleben informierte der Ortsbürgermeister im Saal die Ortschaftsräte, dass die Raupe auf den beantragten Flächen in den drei Ortsteilen Trippigleben, Wenze und Quarnebeck zwar bekämpft worden sei, der Erfolg jedoch vielfach ausblieb. „Viele Bäume sind schon kahl gefressen“, berichtete Marco Wille. Wo Eichen stünden, könne kein Weg mehr mit dem Fahrrad befahren werden.

Erstmals sei in Trippigleben die Eiche an der Kirche, der einzigen im Ort überhaupt, vom Eichenprozessionsspinner befallen. „Die Nester sollen zur Gefahrenabwehr abgesaugt werden“, kündigte Marco Wille an.

Und das sollte besser früher als später geschehen, wie Hans Meißner aus Erfahrung weiß. Der Rentner wohnt direkt neben der befallenen Eiche. Zwar steht sie innerhalb seines Grundstückszauns. „Aber im Grundbuch ist zu sehen, dass die Grenze meines Grundstücks vor der Eiche verläuft“, erläuterte Hans Meißner. Rund 200 Meter würden der Kommune gehören, die sich deshalb auch um die Raupen kümmern müsse.

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In der Tat: Ein Blick in die mächtige Krone des urigen Baumes lässt nach einigem Suchen die Nester des Eichenprozessionsspinners erkennen. Sie hängen sehr hoch, sind aber trotzdem durch die umherfliegenden Härchen gefährlich. Haben sich die Augen erst an die dunklen Äste gewöhnt, sind immer mehr Nester zu sehen. In den Gespinnsten wimmelt es von den Raupen. „Was vom Baum fällt, beseitige ich“, sagte Hans Meißner. „Aber die Stadt muss Warnschilder aufstellen und die Nester absaugen.“ Das könne er nicht auch noch erledigen.