Klötze/Kunrau l In 40 Orten hat am Wochenende die achte Ausgabe des Kunstfestivals „Wagen & Winnen“ stattgefunden. Im Bereich der Stadt Klötze gab es drei Standorte. Trotz der Pandemie war die Resonanz recht groß. Wie im Taubenschlag ging es am Sonnabend im Atelier der Klötzerin Petra Schmidt zu. „Hier ist richtig was los. Vielleicht wegen Corona. Die Leute wollen raus“, meinte die Malerin, die froh war, dass ihr Manfred Voigt unter die Arme griff. Der Maler aus Gardelegen empfing die Besucher und präsentierte ihnen die ausgestellten Bilder, darunter seine Darstellung der Nikolaikirche in Gardelegen oder das aktuelle Lieblingsbild von Petra Schmidt mit dem Titel „Die Welle“.

Motive aus den USA

Und so konnte sich die Gastgeberin darauf konzentrieren, die Teilnehmer ihres Schnupperkurses in die Geheimnisse der Aquarellmalerei einzuführen. Mit dabei waren Jette und Jakob Fäseke aus Beetzendorf. Der Zehnjährige zeichnet gerne Landschaften, indes mag es die Achtjährige lieber bunt. Beide bekamen die Aufgabe, eine Küste mit Klippen zu malen. Das gelang beiden hervorragend, lobte Petra Schmidt. Am Sonntagnachmittag war dann die Klötzerin Ramona Metzing in den Räumen von Petra Schmidt zu Gast, um aus ihrem neuen Buch „Far away“ vorzulesen. 30 Besucher wollten sich das nicht entgehen lassen und lauschten andächtig den Gedichten.

Zum wiederholten Male machte auch der Klötzer Lothar Schulz-Wapen bei „Wagen & Winnen“ mit. Gleich am Eingang zu seinem Haus stießen die Besucher auf zwei seiner neuesten Werke. Auf dem einen Bild, gefertigt in Acyrl, war Lindsey Sterling dargestellt, die tanzende Geigerin aus Kalifornien. Auf dem anderen Bild, gefertigt in Öl, war ein Motiv aus dem Yosemite-Nationalpark in den Vereinigten Staaten zu sehen. „Es war immer ein Traum von mir, in die USA zu reisen“, sagte Schulz. Seine Fantasie erlaubt es ihm, den Traum zumindest auf der Leinwand wahr werden zu lassen.

Bilder

Das aktuelle Lieblingsbild von Schulz-Wapen zeigt den brennenden Reichstag anno 1933, gefertigt in Öl. Inspiriert dazu habe ihn weniger die politische Lage, sondern eher ein Kollege, der viel gelb verwendet, wie der Klötzer erklärte. Zu seinen Gästen gehörten am Sonnabend unter anderem Hilde und Günter Preetz aus Schwiesau, die zuvor schon bei Petra Schmidt gewesen waren. „Wir wollen auch noch nach Diesdorf und eventuell nach Salzwedel“, kündigte das Ehepaar an. „Wir lassen uns überraschen.“

Wagen und Winnen 2020

Altmark (vs) l Kunst und Kultur an 40 Orten, das bot das Kunstfestival Wagen & Winnen. Wer sich auf den Weg machte, für den gab es viel zu entdecken. Künstler in Altmark und Wendland zeigten die ganze Palette ihres Könnens.

  • Gut besucht war die Eröffnungsveranstaltung des 8. Kunstfestivals Wagen & Winnen im Bürgermeisterhof. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Gut besucht war die Eröffnungsveranstaltung des 8. Kunstfestivals Wagen & Winnen im Bürgermeisterhof. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Gut besucht war die Eröffnungsveranstaltung des 8. Kunstfestivals Wagen & Winnen im Bürgermeisterhof. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Nach der offiziellen Eröffnung lockten die Kunstwerke zu einem Bummel durch die Ausstellung. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Sibylle Sperling und Jana Henning lasen einige Kapitel aus dem Buch über die westliche Altmark. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Lilli Volmer begleitete die Eröffnung des Kunstfestivals auf dem Saxophon. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Gut besucht war der Stand von Rainer Neitzel. Der Salzwedel Buchhändler hatte die neues Ausgabe des Werkes „In the Middle of Nischt go West

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  • Die Gruppe Takadimis lud zur Eröffnung zu einer musikalischen Reise durch Zeit und Raum ein. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Norbert Leitel rahmte die Ausstellung musikalisch. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Jan Vogtschmidt fotografierte an der Galerie Marie 9 mit einer Plattenkamera wie sie um 1860 Verwendung fand. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Um 1860 erforderte das Fotografieren noch den vollen Körpereinsatz des Fotografen. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

    Um 1860 erforderte das Fotografieren noch den vollen Körpereinsatz des Fotografen. Fotos: A....

  •  Langsam wurde das Bild vor den Augen der Besucher auf der Platte sichtbar. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

    Langsam wurde das Bild vor den Augen der Besucher auf der Platte sichtbar. Fotos: A. Mewes, H. R...

  • Immer gut, wenn ein Handwerker in der Nähe ist. Grünholzwerker und Bogenbauer Alexander Hess sicherte den Stand von Jana Petersen gegen den starken Wind. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

    Immer gut, wenn ein Handwerker in der Nähe ist. Grünholzwerker und Bogenbauer Alexander...

  • Keramikerin Ann Zorra Bölke aus Schrampe stellte in Kaulitz ihre Tassen, Krüge und Schalen aus und bot sie zum Kauf an. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Jürgen Bode (von links), Evelyn Neumann, Hans Molzberger und Jürgen Neumann boten Kunst zum Schauen, Anfassen und mitmachen. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Bei Jürgen Neumann (rechts) konnten die Besucher der Werkstätten und Ateliers von Hans Molzberger aus Hufnägeln Männchen gestalten. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Aluksiana Höhne präsentierte ausgefallene Kleidung in ihrer Modemanufaktur. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Die Feuerwehr in Siedendolsleben steuerte nicht nur Kaffee und Kuchen sondern auch eine Fotoausstellung bei. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Enrico Dannies schenkte an dem Tag auch zum ersten Mal das Bergschloss Bräu aus, das er in einer Brauerei bei Lüneburg brauen ließ. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Jelka Allerheiligen erklärte den Besuchern die Funktion einer Wipp-Drechselbank. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

    Jelka Allerheiligen erklärte den Besuchern die Funktion einer Wipp-Drechselbank. Fotos: A. M...

  • Kerstin Rüter (rechts) vor ihren Kranichen im Gespräch mit Besuchern. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Sigrid Scholz und Hans-Jürgen Ostermann beteiligten sich am Architekturrätsel der Initiative Kulturerbe Salzwedel in der ehemaligen Trauerhalle am Birkenwäldchen. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Das Material hat es Shea Horstmann angetan. Für ihre Exponate verwendete sie ausschließlich gebrauchte Materialien, die sie umgestaltete und somit neue Funktionen verlieh. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Die Brüder Emil (von links) und Kalle stellten ihre Holzkonstruktionen in der Kaulitzer Scheune aus. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • In der Gästelounge des Kaulitzer Hotels Kaulifornia empfingen Cressida Lke und Karolin Sattler die Besucher. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • In Höwisch luden die Kinder Alana (Mitte), Maxi und Michel zum Theaterspielen und Verkleiden ein. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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  • Nadja Lüttich von der Höwischer Hofgemeinschaft lud zum Gartenrundgang zum Teich ein, an dem eine Statue von Bildhauer und Wundersammler Marc Hasselbach stand. Fotos: A. Mewes, H. Räßler, O. Becker und J. Schulze

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Ruten aus Frankreich

Zum Malen ist ein gewisses Geschick unabdingbar. Gleiches trifft auf das Weidenflechten zu. Wie das geht, erfuhren Interessenten am Sonnabend bei einem Kurs mit Imke Günzel auf dem Kreativhof in Kunrau.Dazu hatte die Lüneburgerin extra Weidenruten aus Frankreich bestellt. Die Ruten können aber auch selbst geschnitten werden, am besten während der sogenannten Saftruhe zwischen November und Februar, wie Imke Günzel erläuterte. Anschließend sollten die Ruten auf die erwünschte Länge geschnitten und getrocknet werden. Damit sie wieder biegsam werden, müssen sie acht bis zwölf Tage in einem Wasserbad eingeweicht werden. In dem Kurs wurden zwei Formen geflochten, Libelle und Fisch, beides eine Zierde für jeden Garten. Dazu zählen auch die Deko-Artikel von Renate Bartels, die zwei Naturfloristik-Workshops anbot.

Indes zeigte ihre Tochter Verena, was man mit Müll noch alles kreativ anstellen kann. Und deren Mann Christoph führte durch die Hofbrauerei, in der Bio-Bier entsteht. Wer wollte, konnte auch gleich welches probieren und der Kehle etwas Gutes gönnen.