Immekath l „So lange dauert es nicht“, versprach Wehrleiter Uwe Randau bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Immekath im Gasthof Zu den Linden. Und hielt Wort. Ohne lange Vorrede widmete er sich seinem Bericht. Demnach hatten die Brandbekämpfer 2017 insgesamt zehn Einsätze, an denen im Durchschnitt 13,7 Kameraden teilnahmen, und eine Übung zu meistern. „Probleme, die Gruppe vollzukriegen, gab es nicht“, erklärte Randau, wobei das auch an den günstigen Alarmierungszeiten lag.

Die Immekather Feuerwehr hat aktuell 73 Mitglieder, davon sind 27 aktiv. Die Ausbildung fand jeden dritten Freitag statt. Es gab 22 Termine. Daran beteiligten sich im Durchschnitt 22 Kameraden. „Damit können wir zufrieden sein“, unterstrich Randau und verwies auch auf die gemeinsame Ausbildung mit den Wehren aus Dönitz und Ristedt sowie Klötze, an der festgehalten werden soll.

Keine Jugendfeuerwehr

Voran geht es auch mit der Weiterqualifizierung, elf Kameraden schlossen 2017 diverse Lehrgänge ab. Entsprechend befinden sich in den Reihen der Immekather Feuerwehr nun unter anderem 26 Truppmänner, 15 Truppführer, 9 Maschinisten (davon 6 mit Lkw-Führerschein), 23 Sprechfunker, 10 einsetzbare Atemschutzgeräteträger, 14 Technische Hilfeleister, 5 Gruppenführer, 2 Zugführer, ein Gerätewart und ein Sicherheitsbeauftragter, wie der Wehrleiter aufzählte. Er mutmaßte, dass es aus verschiedenen Gründen über kurz oder lang Schwierigkeiten geben wird, dass genug Leute den Lkw-Führerschein haben. Stadtwehrleiter Jan-Christian Jakobs sah das ähnlich. „Da muss was passieren“, sagte er.

Ansonsten sieht Randau die Immekather Wehr gut aufgestellt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in den nächsten Jahren eine schlagkräftige Truppe vorhalten können.“ Ein Wermutstropfen ist, dass es auch 2017 nicht gelang, eine Jugendfeuerwehr aufzubauen. Der Tag der offenen Tür brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Warten auf Motorsäge

Auch über den Spielmannszug, der 2017 alles in allem 15 öffentliche Auftritte inner- und außerhalb von Immekath hatte, zog Randau kurz Bilanz. Derzeit gibt es 20 Mitglieder, wobei nicht alle der Feuerwehr angehören. Vier Leute stehen nicht ständig zur Verfügung. Deshalb ist es mitunter kompliziert, Termine zu vereinbaren, „weil man nie weiß, wer grad da ist. Aber aufgeben werden wir nicht“, betonte Randau.

Zur Technik: 2019 soll die Immekather Feuerwehr ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) bekommen. Randau hielt sich bedeckt. „Abwarten. Wir haben in der Vergangenheit schon öfter Enttäuschungen erleben müssen.“ Seit 2016 wartet man zum Beispiel auf eine zweite Motorsäge.

Dank an Stadt und Ortsrat

Jan-Christian Jakobs klang deutlich optimistischer. „Zum TLF gibt es einen Beschluss des Stadtrates. Daran gibt es nichts zu deuteln.“ Auch Ordnungsamtsleiter Ulf Dittfach wischte die Bedenken beiseite. „Der Haushalt ist beschlossen. Das Fahrzeug muss noch gebaut werden, sollte aber im Sommer fertig sein und 2019 nach Immekath kommen.“

Ein Dankeschön gab es von Uwe Randau nicht nur für seine Feuerwehr, sondern auch für Stadtwehrleiter Jan-Christian Jakobs, die Stadt Klötze, den Ortschaftsrat und die 64 fördernden Mitglieder. Diese, so zählte Jens Stolle auf, hatten in den vergangenen Jahren über den Kameradschaftsverein zahlreiche Anschaffungen getätigt, zuletzt waren es zum Beispiel drei Pieper und ein Leuchtballon, davor auch ein Hohlstrahlrohr und Funkgeräte. Jan-Christian Jakobs hatte dazu ein klare Meinung. „Strahlrohre, Pieper - das sind alles Dinge, um die sich die Stadt kümmern muss.“ Stattdessen sollte das Geld der fördernden Mitglieder lieber für Ausflüge und dergleichen verwendet werden, um die Kameradschaft zu pflegen.

Fest zum 90-jährigen Bestehen

Beförderungen und Ehrungen, die normalerweise bei der Jahreshauptversammlung der Immekather Feuerwehr üblich sind, gab es dieses Mal nicht. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Nachgeholt wird das am 10. März bei der Festveranstaltung zum 90-jährigen Bestehen der Truppe, wie Randau ankündigte. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird es am 5. Mai auch einen Tag der offenen Tür geben, bei dem einmal mehr versucht werden soll, Nachwuchs zu werben, und im September folgt dann noch eine große Übung.