Immekath l Der harte Kern der Immekather Feuerwehrleute wollte sich die Debatte über die Pläne mit ihrem Feuerwehrhaus nicht entgehen lassen. Denny Dörwald, der neue Beauftragte der Stadt für Feuerwehren, war in die Gaststätte Zu den Linden gekommen, um von einer Beratung zu dem Thema zu berichten. „Es gibt zwei Varianten“, sagte er, „entweder die kleine Halle wird vergrößert. Das würde bedeuten, dass das Auto so lange auf der Straße steht, der Giebel raus muss und anderes. Oder, und diese Variante wird von der Stadt favorisiert, weil sie realisierbarer ist, es erfolgt ein Anbau rechts neben der zweiten Einstellbox.“ Entschieden werden müsse, welcher Weg gangbarer wäre und gewünscht sei.

Ortsbürgermeister Peter Gebühr sprach sich ebenfalls für die zweite Variante mit dem Anbau rechts aus. Der erste Vorschlag sei zu teuer. „Wir müssen auf die Kosten gucken und am Boden bleiben“, verdeutlichte er. Im Vorfeld habe er sogar mit dem Gedanken an einen kompletten Neubau gespielt. „Aus Kostengründen und wegen der fehlenden Zeit ist das nicht machbar“, stellte er klar. Die einfachere Alternative wäre eine weitere Einstellbox. Dafür müssten jedoch zwei alte Bäume weichen. Aber die Feuerwehr sei ein wichtiger Faktor im Dorf. Als positiv schätzte er ein, dass auch das untergestellte Löschgruppenfahrzeug vom Altmarkkreis in Immekath verbleibe.

Ähnlich fasste Ortschaftsrat und Feuerwehrmann Jens Stolle die Meinung seiner Kameraden zusammen. „Wir von der Feuerwehr favorisieren klar den Anbau rechts von der Halle. Details können wir bei den Planungen klären.“ Der Ortschaftsrat solle grünes Licht dafür geben, damit die Stadt planen könne und der Anbau fertig sei, wenn das TLF 3000 kommt. Jens Stolle: „Eile ist geboten. Wir sollten nicht rumeiern. Da steht auch Wehrleiter Uwe Randau dahinter.“ Beifall von den Kameraden dazu.

Gute Ausrüstung ist beste Motivation

So schnell wollte Ortschafts­rat Hans-Jürgen Zeitz das Ganze nicht durchwinken. Er habe den Kauf eines neuen Fahrzeugs 2014 „angeleiert und ist nicht strikt dagegen“, wie einige behaupten würden, betonte er. Zeitz gab zu bedenken, dass ein Anbau rechts den dörflichen Ortskern, der von den Kastanien und Denkmälern geprägt sei, optisch stören könnte. Sein Vorschlag: Ein Fachmann sollte prüfen, ob der Umbau der linken Einstellbox nicht doch machbar wäre. Da monierte Jens Stolle sofort: „Das Gefälle und der geringere Abstand zur Straße geben das nicht her. Laut DIN ist das nicht realisierbar.“ Die Zeit laufe ihnen weg, der Ortschaftsrat müsse eine Empfehlung geben.

Mit drei Ja-Stimmen und einer Enthaltung von Hans-Jürgen Zeitz votierte der Ortschaftsrat schließlich für Variante zwei, den Anbau rechts neben der bestehenden Box. Ortschaftsrat und Feuerwehrleitung möchten in die Planungen involviert werden.

Die Kameraden im Raum betonten, dass sie keine zusätzliche Rente von symbolischen fünf Euro benötigen würden. Die beste Motivation für Feuerwehrleute sei, wenn die Stadt für die notwendige Ausrüstung sorgen würde.