Klötze l Wie in einem Filmstudio wird es demnächst in der Evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) zugehen. Dort bietet Pfarrer Michael Nolte einen Workshop für die ganze Familie an, der die Arbeit an einem Film vom Schreiben des Drehbuchs, über das Drehen der einzelnen Szenen, Vertonen bis zur Feinarbeit am Computer beinhalten wird. Am Freitag gab der Pfarrer in der EFA einen ersten Einblick.

Dafür hatte er aus 26 Filmen Ausschnitte in einer Länge von 30 Sekunden bis zu drei Minuten zusammengestellt und thematisch geordnet. Entstanden sind die Szenen, meist kirchliche Arbeiten, in den Jahren 2011 bis 2018. Darunter Fotofilme, Kurzfilme und ganze Spielfilme zu Themen wie das alte und neue Testament, zur Kirchengeschichte, zum Katechismus und anderem.

Anhand der gezeigten Sequenzen erläuterte er, was bei der Produktion eines Films alles beachtet werden muss und wo die Fallstricke liegen.

„Vom Säugling bis zum Rentner haben alle mitgemacht“, berichtete Michael Nolte. Vieles sei bei Kirchenfreizeiten und mit Konfirmanden gedreht worden. Immer einbezogen sei seine eigene Familie gewesen. Jugendliche übernahmen nicht nur die Schauspielerei, sondern auch zum Teil die Arbeit an der Kamera, seine Tochter den Schnitt des Films. „Der Ton, die Synchronisation des Films ist das Schwierigste“, befand der Pfarrer. Deshalb vertone er Filme im Nachhinein höchst ungern. Allerdings lässt sich das manchmal nicht vermeiden, wenn beispielsweise Geräusche eines Lkw in einer Szene zu hören sind, die vor rund 2000 Jahren spielt. Überhaupt achtet Michael Nolte darauf, dass keine Armbanduhren, Steckdosen, Klingeln, moderne Lampen oder ähnliche Dinge zu sehen sind.

Musik spielt eine entscheidende Rolle

Sein Ziel bei der Filmarbeit: „Mit Bild und Musik die Botschaft verstärken, und das ist bei mir als Pfarrer immer die Verkündigung von Gottes Wort“, erläuterte Michael Nolte. Er wolle mit der Musik den Wunsch erzeugen, dass sich die Betrachter den Film noch einmal ansehen möchten.

Richtig losgehen soll es mit dem Workshop am Sonnabend, 29. September, ab 14 Uhr. Alle zwei Wochen bis Dezember würde die Arbeit in weiteren Workshops fortgesetzt. Wie diese gestaltet werden, sei abhängig von den Mitstreitern: „Welche Talente sie mitbringen? Was sie genau machen möchten, Wünsche müssen berücksichtigt werden“, zählte der Pfarrer beeinflussende Beispiele auf.

Eventuell könnte ein Film über den heiligen Martin gedreht werden, schlug er vor. „Mit eigenen Mitteln etwas herstellen, getreu dem Motto von Pippi Langstrumpf: ,Ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt‘.“ Eine Anmeldung ist erforderlich bei Michael Nolte unter 039005/93 33 21 oder in der EFA, Telefon 03909/2715.