Klötze l Am 1. November 2017 hatte die Mitgliederversammlung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Rund um den Drömling“ die Prioritätenliste für 2018 beschlossen. Darauf befinden sich insgesamt zwölf Projekte. Aus dem Bereich der Stadt Klötze sind aktuell vier Projekte dabei. Die Evangelische Familienbildungsstätte in Klötze will Veränderungen im Gebäude vornehmen und einen barrierefreien Zugang, der Kreativhof in Kunrau möchte unter anderem die Scheune instand setzen und sein touristisches Angebot unter anderem mit Brautechnik vergrößern, die Stadt Klötze will eine Nahwärmetrasse für das Freibad in Kunrau und die Klötzer Algenfarm Roquette möchte eine Streuobstwiese anlegen. Für den Eulenturm in Quarnebeck, ein Projekt des Heimatvereins, wurde doch kein Fördermittelantrag eingereicht.

Prüfung dauert vier Monate

Zum 1. März hat Leader-Manager Wolfram Westhus alle Fördermittelanträge bei den zuständigen Stellen eingereicht, entweder beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten oder beim Landesverwaltungsamt. „Die Bewilligungsbehörden prüfen auf der Grundlage der Richtlinien, ob die Projekte alle notwendigen Angaben und Unterlagen enthalten“, weiß Westhus und hofft auf ein schnelles Verfahren. In der Regel würden dafür vier Monate veranschlagt. Gut die Hälfte wäre damit herum.

Wie Westhus auf Anfrage der Volksstimme weiter informierte, würden Projekte von Vereinen durchschnittlich mit 80 Prozent gefördert, Kommunen und private Antragsteller erhielten je nach Richtlinie 45 oder 50 Prozent.

Gute Nachrichten gab es zuletzt aus Oebisfelde. Dort wurde am Mittwoch der Fördermittelbescheid über 327.431 Euro präsentiert. Davon soll an der Burg ein Fahrstuhl gebaut werden und auch der Ausbau des Kaminzimmers finanziert werden. Für die Stadt Oebisfelde-Weferlingen verbleibt ein Eigenanteil von lediglich 36.380 Euro, also zehn Prozent des Gesamtvolumens (Volksstimme berichtete). Bereits im März freute sich Roquette-Geschäftsführer Jörg Ullmann über den Zuwendungsbescheid in Höhe von 50.000 Euro. Der Eigenanteil des Unternehmens beläuft sich ebenfalls auf 50.000 Euro. Voraussichtlich bis Herbst 2019 soll eine Algen-Erlebniswelt entstehen, inklusive einem Bereich zur Geschichte und Zukunft von Algen, einem Seminarraum sowie einem Bereich für Forschung und Entwicklung, in dem Experimente gemacht werden können.

Stadt hofft auf Zusage

Sowohl beim Fahrstuhl in Oebisfelde als auch bei der Algen-Erlebniswelt in Klötze handelte es sich um Projekte aus dem Jahr 2017.

Auf derart gute Nachrichten hofft die Stadt Klötze auch in Bezug auf die Nahwärmetrasse für das Freibad in Kunrau, über die das Wasser mit Abwärme aus der örtlichen Biogasanlage beheizt werden soll. „Lieber gestern als heute“, so sagte Klötzes Stadtoberhaupt Uwe Bartels bei der Saisoneröffnung in Kunrau am 23. Mai, würde er mit der Realisierung der Maßnahme, für die im städtischen Haushaltsplan 2018 ein Betrag von 208.100 Euro verankert ist, beginnen. 166.200 Euro werden als Fördermittel aus der Leader-Förderung erhofft. Damit verbliebe ein Eigenanteil für die Stadt in Höhe von 41.900 Euro. Doch auf die Entscheidung der Bewilligungsbehörden hat man keinen Einfluss. „Wir können nur abwarten“, sagte Bartels.