Feuerwehr

Förderverein für mehr Selbstverwaltung

Die Freiwillige Feuerwehr Weddendorf hat seit dem gestrigen Sonntag einen Förderverein zur Seite.

Von Harald Schulz

Oebisfelde l Der Gedanke, einen Förderverein für die Feuerwehr im Ort zu gründen, entstand bereits im vergangenen Jahr (Volksstimme berichtete). Und seit vergangenem November hat eine Arbeitsgruppe an diesem Ziel gefeilt, um das Vorhaben so schnell wie möglich in die Tat umzusetzen. Letztendlich war nun eine Vereinssatzung mit den Zielen dieser Gemeinschaft verfasst. Die Gründungsversammlung sollte am Sonntag festlegen, wer künftig die Geschicke dieses nach den noch ausstehenden Anerkennungen durch Vereinsregister und Finanzamt dann gemeinnützigen Fördervereins führen soll.

Einer, der sich dabei von Beginn an für die Existenz eines solchen, außerhalb des gesetzlichen Feuerwehrauftrags selbstständig wirkenden Fördervereins, zum Wohl der Ortsfeuerwehr engagierte, war der Weddendorfer Ulf Stautmeister. Der Mitarbeiter der Naturparkverwaltung Drömling fand schnell Mitstreiter für das Vorhaben. So war es dann auf der Gründungsversammlung gestern im Versammlungsraum der Weddendorfer Wehr nicht verwunderlich, dass Vordenker Stautmeister zum Vorsitzenden des Fördervereins gewählt wurde. Versammlungsleiter René Grothe im Vorfeld und Wahlleiter Jens Leuschner brauchten nicht lange nach Vorschlägen für die weiteren Vorstandsmitglieder zu werben. Zur stellvertretenen Vorsitzenden wählte die Versammlung Ines Sett. Die Kassenführung übernahmen Michaela Patze und Oliver Jablonski, als Schriftwartin wird Christian Reinfeldt fungieren.

Seinen persönlichen Dank sprach Ortswehrleiter Hagen Feniuk der Versammlung gegenüber aus, weil die durch ihr Verhalten klar herausgestellt hatte, dass der Förderverein gewünscht wird. Es gab kein langatmiges Für und Wider, so Feniuk gegenüber der Volksstimme. Es war der Wille zu erkennen, dass Spenden und Fördergelder für das Feuerwehrwesen im Ort in Eigenregie verwaltet werden sollen.

Das war auch der Grund, weshalb die erste größere Spende nicht im Verlauf der Jahreshauptversammlung, sondern erst bei der Gründungsversammlung des Fördervereins an den Vorsitzenden Stautmeister überreicht wurde.

Sein erster offizieller Weg als Vorsitzender wird Stautmeister zu den Weddendorfer Feuerwehrsenioren führen. Dort wird er sich den Fragen der einstigen Einsatzkräfte stellen und auch die teilweise komplizierten Vorgaben für einen eingetragenen Verein erläutern. Die Altersabteilung zählt nämlich zu den Grundfesten der Ortsfeuerwehr Weddendorf. Zu den Mitgliedern des Vereins zählt aber auch die Nachwuchsabteilung. Speziell die Jugendfeuerwehr kann mit der Unterstützung durch den Förderverein rechnen.

Für wichtig erachtet Wehrleiter Feniuk, dass die Wehr ihre Sicherheitsaufgaben für den Ort und im Verbund der Feuerwehren weiter mit ganzer Kraft aufrechterhalten wird. Feuerwehr und Förderverein sind eben zwei Paar Schuhe.