Klötze l Forstamtsleiter Helmut Jachalke ist froh, dass das Betreuungsforstamt Westliche Altmark auch in diesem Jahr wieder mehr Bewerber für eine dreijährige Ausbildung zum Forstwirt als Stellen hatte. Die Bewerberzahl ist seit Jahren beständig hoch. Damit hat die Branche, nicht wie in vielen anderen Berufszweigen, keine Probleme, Nachwuchs zu finden. Ein Trend, der sich auch in den kommenden Jahren nach den Vorstellungen der Forstamt-Verantwortlichen fortsetzen soll. Darüber sind der Forstamtsleiter und sein Mitarbeiterteam stolz. Wie Helmut Jachalke informierte, hatten sich für die fünf Plätze in diesem Jahr 20 junge Menschen aus der Region Altmark und Börde beworben. Darunter ist mit Sara-Kim Kieselbach aus Neuermark-Lübars (Landkreis Stendal) erstmals seit geraumer Zeit auch wieder eine Frau, die später einmal Forstwirtin werden möchte.

„Ich habe schon ein Praktikum in der Forst gemacht und finde, dass der Forstwirt ein schöner sowie abwechslungsreicher Beruf ist. Zudem bin ich gerne und auch viel in der Natur“, nannte die junge Frau aus dem Norden der Altmark die Beweggründe, warum sie sich für den Job entschieden hat. Ähnliches erzählten auch die vier jungen Männer bei der gestrigen Vorstellung, warum sie diesen Beruf erlernen möchten. Das sind Jasper-Willi Gromeier aus Oebisfelde, Lukas Wille (Seehausen), Felix Gäbel (Henningen) und der Apenburger Florian Reek. Er kommt sogar jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit in das Zartauer Forsthaus geradelt.

Miehe und Schuppe sind zwei erfahrene Ausbild

Die vier Männer und Sara-Kim Kieselbach werden im praktischen Teil im Forsthaus Zartau von den beiden erfahrenen Ausbildern Stephan Miehe und Roland Schuppe mit dem Einmaleins der Forstwirtschaft vertraut gemacht. Theoretisches Rüstzeug erhalten die fünf Auszubildenden in den kommenden drei Jahren dann in der Berufsschule Burg sowie im Forstlichen Bildungszen­trum – Landeszentrum Wald im Magdeburgerforth (Gemeinde Möckern). Dort gibt es auch einen praktischen Ausbildungsteil.

Helmut Jachalke spricht mit dem Ausbildungsbeginn der fünf Forstwirte auch über die aktuelle Situation der Wälder im Land. „Dem deutschen Wald geht es bekanntlich nicht so gut. Besonders stark betroffen ist die Harzregion. Dort stehen wir vor einer nationalen Katastrophe. Um die großen Probleme in den Wäldern in Zukunft zu bekämpfen, benötigen wir gut ausgebildete Forstwirte“, merkt der Leiter des Betreuungsforstamtes an und freut sich im selben Atemzug, dass der Beruf Forstwirt bei den jungen Leuten ein großes Interesse einnimmt.

Bewerbungsfrist läuft bis Ende Januar

Damit das Betreuungsforstamt auch im kommenden Jahr wieder genügend Nachwuchs ausbilden kann, nimmt die Behörde an der Klötzer Hagenstraße bis Ende Januar noch Bewerbungen für 2021 entgegen. Im kommenden Jahr sollen erneut vier bis fünf neue Auszubildende den Beruf des Forstwirtes erlernen.