Neuferchau l Die Friedhöfe sind dieser Tage immer wieder ein Thema in den jeweiligen Sitzungen der Ortschaftsräte in der Einheitsgemeinde Klötze. Die einzelnen Gremien sollen sich zu einer möglichen Änderung der städtischen Friedhofssatzung positionieren. Es geht unter anderem um die Frage, ob neue Bestattungsformen eingeführt werden sollten. Die Steimker etwa wünschen sich für den anonymen Teil ihres Friedhofes eine Tafel oder ähnliches mit den Namen der Verstorbenen darauf. In Klötze sollen Platten auf dem Boden an die Verstorbenen erinnern.

Gesprochen wurde über den Friedhof auch bei der jüngsten Sitzung des Neuferchauer Ortschaftsrates. Ratsfrau Heidelore Hanner meldete sich zu Wort. An sie sei die Bitte herangetragen worden, zu prüfen, ob eine neue Form der Bestattung möglich wäre. Dabei solle es sich um ein Erdgrab handeln, bei dem nur ein Stein aufgestellt werde. Es solle keinen Rahmen geben und auch keine Bepflanzung, dafür solle Rasen wachsen. „Es ist praktisch eine Art grüne Wiese mit einem Grabstein“, beschrieb sie der Runde. Dies sei doch schon möglich, war sich Stadtratsmitglied Henry Hartmann, der an der Sitzung teilnahm, sicher. Man sei nicht verpflichtet, eine Einfassung um das Grab zu setzen, fuhr er fort. Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels meinte, dass die Grabstelle gepflegt werden müsse.

Weg soll angelegt werden

„Wir haben schon verschiedene Bestattungsformen“, stellte Henry Hartmann fest. Er wisse nicht, ob man weitere brauche. Ähnlich sah das Heidelore Hanner. Sie sei auch der Meinung, dass es genug Bestattungsformen gebe, sagte sie. Sie habe aber zugesagt, die Anfrage aus dem Ort in das Gremium hineinzutragen, fügte sie hinzu.

Neuigkeiten zum Neuferchauer Friedhof konnte Uwe Bartels bei der Sitzung noch mitteilen. So kündigte er an, dass im Frühjahr eine Zuwegung zu den Urnen-Stelen durch Mitarbeiter der Klötzer Stadtwirtschaft geschaffen werden solle. Die Säulen waren 2018 aufgestellt worden. Außerdem sei die Hecke am Friedhof geschnitten worden. Zum Thema Stelen machte Ortsrat Hans-Jürgen Kleinecke noch eine Anmerkung. Er erinnerte daran, dass mal gesagt worden sei, dass eine Zuwegung umgehend realisiert werden solle. Das sei aber nicht passiert, so Kleinecke. Mittlerweile liege auch schon die erste Beerdigung hinter dem Dorf, stellte er fest.