Jahrstedt l In der DDR hieß es Subbotnik, aus dem Russischen abgeleitet für Arbeitseinsatz am Sonnabend. Doch war die Teilnahme daran damals meist direkt oder indirekt erzwungen, wollen einige Menschen heute freiwillig etwas für ihre Kommune tun und organisieren einen Frühjahrsputz. So geschehen am Sonnabend in Jahrstedt.

Schon vor dem Saal wurde deutlich: Hier passiert Ungewöhnliches. Alle Parkplätze waren belegt, die Heckklappen der Autos standen teilweise offen. Emsiges Treiben herrschte im Inneren der Gaststätte am Saal. Dort stand Marco Fricke auf der Leiter und reinigte die Deckenlampen. Ulrike Schwertner putzte inzwischen mit einem Dampfreiniger die Fenster samt Rahmen.

Das Geräusch eines Staubsaugers wies den Weg in den Saal. Dort saugte Daniel Jahn das Parkett. In der Küche reinigten Frauen Fliesen, Möbel, Türen, Kochflächen, Fenster und Heizungen mit Dampfreiniger, Staubsauger oder nur mit Lappen und Wasser. „Wir haben schon den Schimmel bekämpft und eine neue Tür eingebaut“, sagte Ortsbürgermeister Randy Schmidt. „Fenster werden geputzt, die Treppen abgekärchert.“ 30 Jahrstedter halfen mit, jeder Verein war vertreten. Nach der Pause in den vergangenen zehn Jahren soll der Frühjahrsputz jetzt wieder jährlich stattfinden.

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