Klötze/Nordhorn l 2018 wurden die Alten Herren des VfB Klötze Landesmeister und qualifizierten sich damit für den Ü 32-Supercup, der am vergangenen Wochenende in Nordhorn stattfand. Zu den Gruppengegnern gehörten neben Hertha BSC auch der FC Könen (Rheinland-Pfalz), der SV Reislingen-Neuhaus (Stadtteile von Wolfsburg) und die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach (Baden-Württemberg).

Beste Plätze

„Nachdem alle organisatorischen Abläufe gestemmt waren, begann unsere Anreise am Donnerstag. Die Vorfreude im Bus war allen Beteiligten anzumerken , super Stimmung begleitete die gesamte Reise“, berichtet Mannschaftskapitän Michael Hartung. „Im Hotel angekommen, ging es nach dem Begrüßungsgetränk auf die Zimmer. Gut ausgeruht wurden wir in Nordhorn empfangen. Auf den bestens präparierten Plätzen warteten 40 Mannschaften auf den Startschuss“, erzählt der Kapitän. Das erste Spiel gegen Könen gewannen die Klötzer mit 2:0 gewonnen (O-Ton Hartung: „Geiles Spiel, geht doch“), das zweite Spiel gegen die Hertha ging mit 0:5 verloren, aber gegen die TSG Hofherrnweiler – Unterrombach lag lange Zeit ein weiterer Punkt in der Luft. Kurz vor Abpfiff dann aber doch das 0:1. „Schade.“

Hartungs Fazit des ersten Tages: „Ein super Turnier, die Mannschaft hat richtig gefightet und super gespielt, unsere Fans haben uns fantastisch unterstützt ... und nach den drei Spielen war ein Bier mehr als verdient. Bis spät in den Abend wurde der Tag bei einem Grillfest ausgewertet.“ Am Sonnabend, dem zweiten Turniertag, ging die Partie gegen den SV Reislingen-Neuhaus, in deren Reihen mit Roy Präger und Uwe Möhrle einige ehemalige Bundesligaprofis des VfL Wolfsburg standen, nach hartem Kampf mit 0:3 verloren. Für den VfB Klötze bedeutete das den vierten Platz in der Gruppe. Aber das Vorhaben, wenigstens ein Spiel zu gewinnen, war erreicht.

„Getoppt wurde unsere Zielsetzung im Platzierungsspiel gegen Neubrandenburg, welches 2:0 gewonnen wurde. Jetzt hieß es Elfmeterschießen, bis Platz 17 war noch alles möglich“, erinnert sich Hartung. Und tatsächlich, das Daumendrücken zahlte sich aus, es ging gegen die großen Bayern. Aber von Ehrfurcht bei den Klötzern keine Spur. Ganz im Gegenteil. „Sieben Eier haben wir dem Weltpokalsieger ins Nest gelegt“, Endstand: 7:6.

Freude war grenzenlos

Danach kannte die Freude keine Grenzen mehr. Angefeuert von „unseren fantastischen Fans“, wurden dann auch der SSV Stötteritz und der SV Ebersbach vom Punkt bezwungen. Im kleinen Finale gegen Krefeld unterlagen die Klötzer zwar mit 6:7, aber letztlich sprang Rang 18 heraus. „Ein Wahnsinns-Ergebnis“, betont Hartung und erinnert sich gerne an die Geschehnisse danach. „Unser Schlachtruf war, glaube ich, für alle zu hören. Dass das Bier dann geschmeckt hat, ist mehr als verständlich.“ Roy Präger gratulierte. Und beim VfB herrschte natürlich pure Euphorie. „Auf dem Festzelt zur Siegerehrung wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Sollte diese Disziplin in die Wertung gelangen, wären wir bestimmt ganz vorne dabei gewesen“, ist sich Hartung sicher. Übrigens bekamen die Klötzer die Auszeichnung für die größte Delegation. Zum Tross gehörten nämlich sage und schreibe 63 Leute.

Das Fazit des Mannschaftskapitäns: „Die Mannschaft hat überzeugt. Wichtiger: Unser VfB Klötze 07 hat mit seinen Fans ein Ausrufezeichen gesetzt und bei diesem Turnier gezeigt, was für ein geiler Verein wir sind.“ Der Dank der Mannschaft geht an alle Unterstützer und Sponsoren. „Dieses Turnier“, davon ist Hartung überzeugt, „wird für alle Beteiligten in guter Erinnerung bleiben.“

An dieser Stelle schicken die Klötzer schon mal einen schönen Gruß an den SSV Gardelegen, dem aktuellen Kreismeister, der gegen Börde Magdeburg um die Landesmeisterschaft spielt. Gewinnen die Hansestädter, dann dürfen sie beim nächsten Ü 32-Supercup dabei sein, der 2020 vom FC Neuenburg in Südbaden ausgerichtet wird. „Gebt alles“, ruft Hartung den Gardelegenern zu. Denn: „Dieses Turnier erfüllt mehr als alle Erwartungen. Der VfB hat Sachsen-Anhalt sehr gut vertreten, das zu toppen wird sicherlich sehr schwer.“