Schwiesau l Ein kleines Jubiläum haben am Sonntag Hilde und Günter Preetz aus Schwiesau gefeiert. Das Ehepaar beteiligte sich zum zehnten Mal an der Aktion „Gartenlandschaft Altmark“ und öffnete sein Areal für Besucher. Und die kamen reichlich. Schließlich hat sich längst herumgesprochen, dass sich Hilde und Günter Preetz auf rund 8000 Quadratmetern ein wahres Paradies geschaffen haben.

Überall grünt es, überall blüht es. Alles macht einen enorm gepflegten Eindruck. Die Fülle an Pflanzen ist imposant. Das Besondere ist aber, dass es fast nach jedem Schritt etwas Neues zu entdecken gibt. Kunst in allen Facetten. Hier macht sich die Kreativität und Fingerfertigkeit der Grundstückseigentümer bemerkbar. So gehört das Töpfern zu den liebsten Hobbys von Hilde Preetz. Und ihr Mann ist ein patenter Handwerker. Wer genau hinschaut, dem fallen beim Rundgang durch den Garten zum Beispiel die vielen Figuren auf: Fliegenpilze, Vogelnester, Frösche – und vieles andere mehr. Skulpturen in allen Formen und Farben. Wobei sich Hilde und Günter Preetz nicht nur auf ihr eigenes Geschick verlassen, sondern auch ein Auge für schöne Dinge von anderen haben. Neueste Errungenschaft ist eine Bank aus karibischem Treibolz, die sie von einem Bekannten aus Kühlungsborn bekommen haben.

Viel Arbeit

Weitere Veränderungen waren im Innenhof zu sehen. Dort hat Günter Preetz die Türen der alten Stallungen zugemauert. Und seine Frau verschönerte diese mit Plastiken, Malereien oder Hölzern. Noch dazu verkleidete sie den Durchgang vom Hof zum Garten mit einem Mosaik aus Fliesen. „Als Hommage an Hundertwasser“, wie sie sagte.

„Das ist alles viel Arbeit, aber wir machen es gerne“, erzählte Hilde Preetz. Gleichwohl: Allmählich wird es doch etwas viel, wie die 77-Jährige einräumte.

Kaum zu glauben, aber manchmal wird das Gelände sich selbst überlassen. „Zuletzt waren mit dem Kreuzfahrtschiff am Nordkap. Da haben wir den Garten verwildern lassen.“ Allerdings dauerte es vier Wochen, um ihn für den Gartentag wieder herzurichten.

Nervös war Hilde Preetz vor der zehnten Teilnahme übrigens nicht. „Nein, Wir haben nur Angst, dass es regnen könnte.“ Doch diese Sorge war unbegründet.