19. Burgensingen mit zehn Chören im Beetzendorfer Park: Ensembles geben Einblick in die Gesangskultur der Region

Gastgeber singen Ständchen für Alfred Fischer

Von Dirk Andres

Zum 19. Mal fand am Sonntag das Burgensingen in Beetzendorf statt. Diesmal war der Sängerkreis Heide-Drömling für die Organisation verantwortlich. Kreischorleiter Hermann Horenburg konnte zehn Chöre auf der Burgbühne begrüßen.

Beetzendorf l "Das war das beste Burgensingen, das ich je erlebt habe", lobte Cornelia Jung, Kantorin und zugleich Leiterin des Männerchores Beetzendorf, nach gut drei Stunden die Leistungen der zehn Ensembles des Sängerkreises Heide-Drömling. Jeder Chor brachte drei bis vier ausgewählte Stücke zu Gehör und bot dem Zuschauer so ein breites Spektrum des Chorgesanges.

100 Männer lassen die Burgbühne beben

Den Anfang machten jedoch zunächst alle Männer. "Wir wollten einmal zeigen, wie schön der Chorgesang von Männern ist", sagte Hermann Horenburg. Zusammen mit 100 Stimmen gaben sie das Heimatlied "Lasst uns wie Brüder fest zusammenstehen" zum Besten. Die Leitung übernahm Kreischorleiter Hermann Horenburg.

Dann waren die Gastgeber an der Reihe. Weil der Beetzendorfer Herrenchor mit gut 20 Mitgliedern zu den kleineren gehört, sangen sie gemein- sam mit dem Männergesangverein Jeggeleben. Beide Chöre werden von Cornelia Jung geleitet.

Zur Freude von Hauptorganisator Alfred Fischer sangen die Chöre ihm ein nachträgliches Ständchen zum 80. Geburtstag, den er im April gefeiert hatte. Nach Liedern wie "Kein schöner Land" oder dem "Schifferlied" waren die Beetzendorfer Frauen an der Reihe. Eigentlich sollten sie den Abschluss des Chortreffens bilden, doch Termine von Mitgliedern haben sie nach vorne rücken lassen. Der Qualität unter der Regie von Chorleiter Rainer Rodzis tat das jedoch keinen Abbruch.

Im Anschluss waren der Frauenchor Harmonie und der Männerchor Salzwedel an der Reihe. Sie überzeugten allein, aber auch gemeinsam das aufmerksame Publikum. Zu ihrer Überraschung gab es sogar eine Rapeinlage der Salzwedeler Herren. Nach den Jeetze-städtern war der Männerchor Kuhfelde an der Reihe und gab beispielsweise das Bauerngebet zum Besten. Der Gemischte Chor Bismark-Berkau erinnerte mit dem Altmarklied und der Bismarkhymne an die regionalen Besonderheiten. Der Finkenwalzer war ihr Abschluss.

Neuenhofe hat weiteste Anreise zum Chortreff

Die weiteste Anreise hatte am Sonntag der Männerchor "Concordia" aus Neuenhofe. Die Stimmgewandten machten mit "Eviva Espania" und dem "Chianti-Lied" einen Ausflug nach Spanien. Gardelegen war wie Salzwedel und Gastgeber Beetzen ebenfalls mit zwei Chören vertreten. Zunächst präsentierte sich der Postchor mit "Die Lerche" und "Intrada", bevor die Männer nach dem "Schweinetango" und "Die kleine Kneipe" den Klassiker "Über sieben Brücken" anstimmten. Den Abschluss bildete ein gemeinsames "Dona Nobis Pacem" mit allen Chorsängern und Gästen.

Als Erinnerung bekamen alle Chöre eine Urkunde von Alfred Fischer. Außerdem zeichnete er Edelgard Wuttke für 25 Jahren Singen im Beetzendorfer Chor aus. Fischer und Horenburg waren mit dem 19. Burgensingen zufrieden und freuen sich auf das nächste im September 2014.